Tuesday, June 08, 2010

Freiwilligunfreiwillig

Wie schon so oft gilt es zu berichten was sich in Bussen abspielt. Tragödien werden einem angetragen. Nicht persönlich sonder semipersönlich- sprich es muss gehört werden weil gesprochen werden muss. Alle telefonieren. Die einen schützen sich via Ohrenstöpsel die wiederum die, die keine hineinstopfen mit dem Schall zusätzlich beschallen. Fein. Vor dir werden minutiös Vorlieben von Vorlieben als den Expartnern ausgebreitet. Von vorne und von hinten. Überall schallt es auf einen ein. Fein zu wissen wer was mit wem "tut" und warum, obwohl man keinen von allen kennt, kennt man detailierte Einzelheiten. Amöben haben es feiner. Die haben kein Handy.

Wednesday, June 02, 2010

Juno

Cäsar- oder Caesar- wie auch immer war einer davon. Tribun sollte man werden. Stellenausschreibung: Tribun. Volksnah und fern jeglicher Realität. Kann man so etwas eigentlich werden? Oder nur im Nachhinein dazu gemacht werden, also dann wenn man schon nicht mehr ist.

Derweilen geht viel verloren, das eine den Bach runter, das andere in Flammen auf. Beidesmal Lust und Laune der Natur. Launig. Regnen tuts auch. Zumindest kein Sonnenbrand. Kurzweilig die Sonnenfenster. Ungewohnt die Helle.  Oder meint man die Helligkeit.
Fast schon nur mehr dunkel. Fast schon Polarnacht. Juni was machst du, was wirst du und wo bleibst du.

Immerhin einen schönen hinter dem Fenstertag gilts zu wünschen.

Ob man eine Preisverleihung auch ohne Preise machen kann, sprich alles Verlierer? Wieviel würde das kosten? Welchen Preis also.
Verwirrt rauchige Grüße
c.F
 

Sunday, April 18, 2010

Fwd:

Jetzt aber- es hat sich ein wenig gestaut und dann brauchts ein wenig bis das halbvolle Glas übergeht. Kann es das überhaupt? Wenn man denn genug einfüllt.
 Vor Kurzem in einer Skimetropole dieser Alpen. Gibt es andere Alpen als diese? Was und wo ist eine Skimetropole? Metropolis. Viel Beton und wenig Hirn, dann ist man in einer Schimetropole. Viel Apres und wenig Schi. Dann ist man in einer Schimetropole.
Dickgesichtige Nachbarskinder- also Kinder von dort- fressen Pommes rot weiß während sich noch pausbäckigere Mütter am Alpenapfelstrudel sich versuchen welcher sich durch Vanillesauce globalisiert tarnt. Alles schmeckt allen immer und überall. Und vorallem gleich. Das ist das schöne am Franchisen- alles wird vorgegeben - keine persönliche Note mehr- alles auf die Einheit der Mehrheit getrimmt. Getrimmt wie englischer Rasen- jedes verdammte Grün ist gleich. Schöpferisch in die Schöpfung eingreifen. Kultur bastardisieren und konformieren. Widerstände ausschalten. Pommes RotWeiß überall- mit DJÖtzischwangerer K-luft. Ledern die HAut vom Sonnenschilauf.Ledern die Hose von der Boutique. Wenn es einen großen Mixer gäbe- gäb es heut Alpenpüree. ApresAlpenpüree. Glühwein, Vanillesauce, Rotweiß, Pommes und Kein Hirn weit und breit.
 

Wednesday, December 30, 2009

a

Eigentlich ist´s ja nicht so wild wenn man Meinungen revidiert. In diesem Falle ist´s auch kein wirkliches Revidieren. Es geht um die Qualität von digitalen Bildern. Ich war lange Zeit glühender Anhänger von analoger Fotografie. Warum die Vergangenheitsform- hat sich das verändert? Nun denn- verändert nein nur erweitert. Erweitert in die Richtung dass ich digitale Fotografie zum Großteil als Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstand ansehe. Digitale Fotografie hat vielerorts Berechtigung. Bietet Vorteile und auch Nachteile. Und ich verwende auch ein digitale Kamera.

Aber immerhin ist für mich die analoge Fotografie noch viel geradliniger und direkter. Ehrlicher möchte ich nicht sagen. Ob sie nun besser ist, oder mehr retro oder umweltunfreundlicher oder gar out- das soll dahingestellt sein- das darf und muss jeder und jede für sich selbst entscheiden.

Dass die digitale Fotografie sich in die Reihe stellt mit Fastfood, Macworld(benjamin barber 1992), Facebook, gläserer Menschheit, Schönheitschirurgie, Silikon, Idiocracy, Beschleunigung, Austauschbarkeit, nichtiger Nachhaltigkeit(Aldo Leopold 1944) und Massenkonsum- stelle ich hiermit in den Raum. Aufdass die Diskussion eröffnet sein möge.
Um die spärlichen Bilder in diesem Blog von nun an nachvollziehbar zu dokumentieren- stelle ich ein a für analogesBild nachträglich per Scanner digitalisiert oder ein d für digitale Aufnahme mit einer teuflischen Maschine hinter jedes neu veröffentlichtes Bild.
Beste Grüße
C.F

Monday, December 14, 2009

Stille Nacht, scheinheilige Nacht.

In Tirol haben sich wieder Kiloweise adipöse alte Weihnachtsmänner an Stricken und Strickleitern an Balkonen erhängt. Suizidal in die Weihnachtszeit. Sie ertragen das Kaufen und vermeintliche Kompensieren nicht mehr. Konsum als Wiedergutmachung. Eher als ZuWidergutmachung. Balkone umspannen die Almhütten damit man gerenderte Brüste von Brüstungen hängen kann. Schönheit als Eintrittskarte in die Gleichheitskaste. Es gibt Gleiche und Gleichere. Und um gleicher zu werden wird man usamerikanisiert von Scrubsärtzen skalpiert und dann angeglichen. Ein wenig Hirnabsaugen und in den Busen stopfen bitte. Die Männer wammpig und rote Mäntel. Alle Gleich. gLeiche Weihnachtsmänner. PVC-Leichen als Weihnachtsmänner hängen an den verdammten Balkonen und schreiben am CO2Konto an. Danke lieber Konsum du saisonaler Herr der Hirner.
Flatscreen, grüne Jacken und alles bitte Öko- dann noch ein wenig Verschrottungsprämienpüree darüber und fertig ist der konsumtaugliche ökonomische Fussabdruck. Ah heißt das mit den Bäumen und Kreis(k)läufen nicht Ökologie. Da hat wohl das abgesaugte Hirn in Wikipedia falsch nachgelesen.
Hängt sie höher- die Weihnachtsmänner.

Friday, November 27, 2009

Novembär


November ist ja meist ein dunkler Monat. Nebel, Allerheiligen und sich stark kürzende Tage. Dann kommen die Inserate in den Tageszeitungen von alternativen Bestattungsmöglichkeiten. Waldbestattung, Flussbestattung, Meerbestattung. Big Lebowski lässt grüßen. Wenn man aber weiterdenken würde- warum nicht selchen lassen? Sich selbst zum guten TirolerSpeck posthum erklären. Dann erhielte der Leichenschmaus eine neue Dimension. Hannibal Lecter lässt grüßen. Die Franzosen wählen Baguettebestattung. Die Wiener werden zum Grammelschmalz. Prosciutto, Bündnerfleisch und Blutwurscht. Alternative Bestattungsorte wären auch anzudenken. Das Reserveloch am Golfplatz- das 19. sozusagen, am Rücksitz eines Londoner Taxis, die Miene im Bleistift und so weiter.
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Gut dass der November bald zu Ende ist. Für dieses Jahr.

Wednesday, November 11, 2009

Summerdays



So sitzt es sich im Gletschvorfeld am hohen Frauentag. Irgendwo fernab von allem.

Friday, November 06, 2009




Die Schweinegrippe ist in aller Munde und an allen nur erdenklichen Türgriffen. Und dann sollte man sich über Geister den Kopf zerbrechen. Aber eins sei gesagt- es gibt einen Lieblingsgeist!

Wednesday, October 28, 2009

Arcö 2009 with seventeen teens



Ein herbstliches Highlight war unser Arcotrip 2009. Treffpunkt Europabrücke zum Bungeejump vor dem Frühstück. Danach Haare färben in Bozen. Aufgrund verlängerten Trocknungszeiten die Ausfahrt versäumt und weiter nach Süden gegondelt.

Dann Klettern und Steigen auf den Spiegeln von Baone und Massone. Flach radeln und Laufen und Schwimmen und Slacken.



Pace im Pace. Vorspeisen kamen mittendrin, aber immerhin hat der Magen keinen Bürgermeister.



Am nächsten Morgen sich als Superclimber vorgestellt. Den Magen gut gedehnt und auf zu den Massen an der MurrodelAssino. Der Eselswand. Frühzeitiger
notgedrungener Abstieg. Zwei Buben beim Kartenspielen getroffen. Einen Tipp für Maroni, Hüftgelenke und Polenta bekommen. Ma dei. Dann großes Kubbmatch am Camp4. Slacken bis in die frühen Abendstunden. Dann wieder Pace im Pace. Wampelerreiten wie in alten Zeiten.

Abschlusstag mit genüsslichem Frühstück über den Baggern Norditaliens in der Sonne begonnen. Die vielen anderen kraxeln, die wenigen anderen gehen zum Extreme-Ratschen über.

Heimfahrt mit Tango und D.Lemma gut überstanden.



Lustig wars- einem 30iger würdig. Zum Haare raufen, weil immer wieder ein Superclimber einen Witz erzählt hat. Oskar und Walter vor allem.

Saturday, October 03, 2009

Nallo this summer



hier gibts keine autos. keine straßen. keine müllkübel. und keine geschäfte. nur manchmal mücken, ganz selten handyempfang. kekse und bioseife. nallo heißt der gipfel. in der hütte trafen wir schweden die in fulpmes waren. memory haben wir auch gespielt. ingwer nudeln mit sojasauce gegen dosengulasch.

jupp



in letzter zeit war heiraten in. ja so war das. mehr gibts nicht zu erzählen.
ein kleiner rückblick auf tiefe einblicke ist im kommen.
des weiteren ein wenig mehr.

Tuesday, September 15, 2009



die zeiten ändern sich. krisen gehen vorbei, menschen kommen und gehen wieder. die tage werden kürzer, die sonne brennt gerade nicht mehr so stark. wie auch immer. es geht mal runter und dann wieder rauf. das ist das schöne. sicher wirds dann auch anders als man dachte. und dann kommts ganz anders. wie auch immer.
vor allem gestochen scharf wirds nie mehr. die unschärfe greift über.
unschärfe überall.

Sunday, August 16, 2009

Sommerpause

Sommerpause war und ist angesagt. Sommerpause vom digitalen Leben. Dafür mehr analog leben. Das ist und war der Plan.

Sich freuen über graue Steine, den Wind hinter sich lassen. Weitergehen. Einfach gehen ist der Plan. Nicht weit, nicht kurz und vor allem nicht mit vielen. Modernes Biedermeier meinerseits. Aber es kommen ja auch wieder kältere Zeiten.

Hier noch ein Webtipp für alle Freunde der öffentlichen Räume:

http://www.guerrillagardening.org/

Sunday, June 28, 2009

Wunderbare Welt der Schwerkraft

Der MontyPython Titel ist skurril besetzt. Skurril anmutet auch folgendes. Man steht also am Bus und wartet auf eine Rundfahrt ins Tiroler Oberland. Eine rüstige Rentnerin mit Handwagen- also dem Ding das bevorzugt hinter sich herziehen oder bei Passantenansturm vor sich herschieben- bewaffnet schiebt sich mit Pendant pedantisch in die Poleposition um einsteigen zu dürfen. Der Chauffeur würde gern den RR- RüstigenRentner-Ausweis sehen. Sie findet ihn nicht und fängt gleich darauf an auf die nachfolgende Jugend, also alle die in der Schlange stehen und unter 65 sind, zu schimpfen. Alle seien gegen sie. Naja da man sich ja am Ende der Schlange zu stehen kommt, ist man aus der Reichweite des fliegenden Gebisses, das im Notfall auch als Pensionisten-Schlagring verwendet wird und ist somit in Sicherheit. Man betritt den Bus mit gesenkten Lidern, da einem die vergangenen Wochen an den Gliedern hängen und in den Knochen stecken und schlurft wie es sich für Jugendliche(65Minus Generation) geziemt in den Bus. Man findet nah am Ausgang, also fluchtbereit, einen Sitzplatz wo man sich und seine Habseligkeiten platziert, froh die Rüstige Rentnerin aus dem Sichfeld verloren zu haben, in froher Erwartung einer tollen, friedlichen wie alltäglichen Fahrt gegen Westen. Seit langem keine Kopfhörer vor/neben/hinter einem, die einem das Trommelfell strapazieren, auch kein Handyfonierer vor/neben/hinter einem der dem Gegenüber seine sexuelle Unzufriedenheit mitteilt. Alles scheint feierlich, es ist ja Feierabend.

Der Busfahrer ist gut drauf, beschallt vom lokalen Funk. Funky, Grubthaler und Ursprungbuam. Der Bus fährt in den Sonnenuntergang.
Das Unheil nimmt seinen Lauf. Die rüstige Rentnerin kommt auf ihrer Suche nach dem adäquaten Sitzplatz nebenan zu sitzen. Sie schiebt einem die neurestaurierte Hüfte sehr nah in den intimen Bereich. Sie kramt in der Tasche, holt den Walkman- das ist das Ding mit dem die Kassetten abspielen kann- und legt los. Sie macht einen Sprachkurs. Han-Chinesisch. Wunderbar. Bei der Ankunft, also dort wo vor einer Stunde die Sonne untergegangen sein muss, weil es danach riecht- kann man Rüstige Rentnerin auf Han-Chinesisch sagen, man lernt nie aus. Die lüstigen Lentnelinnen auch nicht. WangFu-Chen-ha Se -
C.Floggo

Tuesday, June 02, 2009

Roundabout


Wenn man sich im Kreis dreht wird einem schwindelig. Wenn man im Kreis geht kommt man immer wieder auf den selben Punkt zurück. Wenn man im Kreis fährt kommt man schwindelig an den selben Punkt zurück, den man gerade verlassen hat.
Kreise seien die vollendesten Formen überhaupt, behaupten die einen. Die anderen wissen nicht wie sie mit solchen Gebilden umgehen sollen. Kreise als Gefängnisse. Wie wenn man einen Teller in eine Ameisenstraße stellt. Sie kommen nie mehr raus.

Man könnte versuchen wenn einem schon schwindelig ist sich in die andere Richtung zu drehen, aber ob das sich gegen den Strom bewegen funktioniert, ist ungewiss. Verwegenheit von Nöten.