Friday, January 28, 2005

heute, freitag, eine woche und ein tag

ich wollte euch nur sagen:

MIR TAUGTS VOLLE

wir waren schon wieder wandern, das wetter ist so dass es jeden tag irgendwann mal pisst, aber was solls. daran gewoehnt man sich schnell.

ich werde jetzt noch den kuchen holen und dann zum essen in die stadt abhauen.
ich wuensche euch allen eine feine zeit, bis zum naechsten abenteuer.
euer
CAPTAIN FLOGGO

Das Leben im schwedischen Gefängnis

Unsere Bude, eine der besseren ist North Court, steht zwischen Stadtpark, dort wo die ganzen Drogensüchtigen rumhängen und angeblich der Schwulenstrich sich befinden soll, und einem „Bach“, dem River Don, angeblich der zweitgrößte Fluss Schottlands. Kurzum Leben im Grünen. Ich hatte wirklich „Fetten“ mit der Wahl der Bude, weil alle anderen Häuser am Campus sind wirklich runtergekommene Hardcore-Wohnungen. Ich würde es als Absteige, Loch oder einfach „besserer Karton mit ein wenig Verputz und Fenster“ bezeichnen.
Anbei ist es verwunderlich, dass die Häuser so eine eigenartige Architektur haben, nicht weil der Architekt immer in Suff war, nein, die Gebäude sind eine Kopie eines SCHWEDISCHEN GEFÄNGNISSES. Die „sparsamen Schotten“ kauften einfach die Pläne vom Kittchen und stellten hier dieselben Absteigen auf, leider ohne schwedische Gardinen. Das einzige was ich noch immer suche sind diese verdammten Gitterstäbe außen an den Fenstern.

und weiterhin loecher im dach!!! was koennte es schoeneres als einen taubenhintern von unten zu sehen??


Die ersten Berge und die ersten Schotten.

Mein Plan ist nicht nur die See zu erobern, nein ich will auch in den Bergen meine Abenteuer haben. So wie komme ich schnell in die Berge? Mit Schotten! So hab ich mich aufgemacht und dem „Aberdeen Climbing Club“ besucht und bin mit einem Haufen Wahnsinniger mitten in der Nacht in die Berge gefahren. Wir haben uns für die feine Variante entschieden, also nicht im gefrorenem Gras mit Seil und Steigeisen wühlen, wir (damit ist die Besatzung gemeint: Caterine, Lucy und Briget, alle drei super Piraten mit langjähriger Erfahrung in Kirschkernweitspucken, Thunfischdosenwerfen(offen und geschlossen) und Navigation) starteten vor Anbruch des neuen Tages quer durch einen halbgefrorenen Sumpf in Richtung Loch Dubh. Alles in allem eine feine Tour, recht weit, angenehm flach und nur ein wenig eisig.

Nach Rückkehr von unserer Erkundungstour, mussten wir ein wenig auf unsere Graskletterer warten und froren uns dabei unsere Ärsche ab, aber solang sie noch dran sind, kein Problem. Auf der Heimreise stoppten die Schotten in Balater für Fish und Chips. Ich hab noch nie so ein „Fresskonzert“ gehört. Ritteressen ist unsittlich, aber nichts gegen Schotten in einem Minivan, der nach den ganzen Tag getragenen Bergschuhen („tote Hunde nach eineinhalb Monaten in feuchtwarmer Umgebung“) riecht, die futtern als hätten sie die letzten Monate auf irgendeiner Insel ohne feste Nahrung festgesessen. Woran man erkennt man, dass ein Schotte isst? Man versteht endlich was er einem sagen will.

Meine Huette

Tja die Bude. Ich lebe mit vier Jungs im zweiten Stock direkt unter dem Dach. Drei der Vier sind voll in Ordnung, der Vierte ist ein komischer Vogel, er ist immer da, aber in eigens auferlegter Zimmerhaft. So sieht man ihn eigentlich nie, auch fein so lange er keinen Dreck macht…
Die Küche, oder besser gesagt die Kombüse ist recht fein, ich hab gleich mal zwei Poster von Tirol reingehängt, so wird’s nun auch ein weniger wohnlicher. Ebenfalls ist eine „leere Flaschensammlung geplant“, oder besser gesagt „under construction“. Was man nicht alles tun muss um sich wohl zu fühlen. Eigenartig war für mich, dass ich innerhalb weniger Stunden zu meinem alten Chaos gefunden habe. Liegt es an mir oder an meinen Sachen dass die sich immer selbst arrangieren.

Gestern ist die fuckin dusche zusammengebrochen, dann hatten wir einen wasserrohrbruch und jetzt haben wir loecher in der kuechendecke!!

Aberdeen selbst in größer als Innsbruck, viel weitläufiger und eben am Meer. Was will man mehr als Pirat. Eigenartig ist die Bussfahrerei ins Stadtzentrum. Dort trifft man Leute die am Boden liegen und Schuhe von Mädels lecken, ja das gibt’s in Tirol noch nicht, Großstadt eben. Aufpassen muss man weil die „Aberdeener“ auf der falschen Seite fahren, so immer in beide Richtungen schauen, dann überlebt man auch als Fussgänger.


Mein Leben auf der Überholspur

Was macht ein Pirat im Auto? Überholen!! Für alle Hobbypiraten daheim, kommt nach Schottland, da könnt ihr so lange auf der Überholspur bleiben, egal ob ihr hinter dem vor euch fahrenden Traktor bleibt oder ihr euch rechts an diesem vorbeischummelt, ohne dass ihr angefeindet werdet. Ein weiterer Vorteil von der falschen Seite hat mein Auto: Dadurch dass ich auf der linken Seite sitze kann ich beim Rechtsüberholen den Rechtssitzenden und linksfahrenden Damen todesmutig ins Antlitz grinsen, und das wirkt, glaubt mir.

Die Stadtfahrerei ist ziemlich stressig, alle fahren als gäbe es für sie kein morgen,… ich werd versuchen darin zu bestehen.

Mein Leben auf der Überholspur

Was macht ein Pirat im Auto? Überholen!! Für alle Hobbypiraten daheim, kommt nach Schottland, da könnt ihr so lange auf der Überholspur bleiben, egal ob ihr hinter dem vor euch fahrenden Traktor bleibt oder ihr euch rechts an diesem vorbeischummelt, ohne dass ihr angefeindet werdet. Ein weiterer Vorteil von der falschen Seite hat mein Auto: Dadurch dass ich auf der linken Seite sitze kann ich beim Rechtsüberholen den Rechtssitzenden und linksfahrenden Damen todesmutig ins Antlitz grinsen, und das wirkt, glaubt mir.

Die Stadtfahrerei ist ziemlich stressig, alle fahren als gäbe es für sie kein morgen,… ich werd versuchen darin zu bestehen.

Die Reise

Also vorab, Danke an meinen Dad, der mich bis zum Rande Europas begleitet hat. Es war ein heißer Ritt mit allem was man sich nur vorstellen kann, Schnee, Eis, Regen, sechsspurige Autobahnen und Bahnhöfe die es nicht gibt.
Nach langem Fahren checkte ich auf einer superfeinen Fähre ein, somit der Anfang meiner „alleinigen Reise“. Ich war einfach nur müde und so entschloss ich mich trotz verschiedenster Möglichkeiten mir ein gutes Futter zu genehmigen, von Vorspeise bis zum Abschlusskäse, und mir dann noch einen Cocktail hinter die Binde zu kippen um dann den Schlaf der Gerechten genießen zu können. Eigentlich wollte ich auf meinem „airchair“ schlafen, aber durch die immense Steilheit und die wirklich fetten Wintersturmwellen der Nordsee ist es doch der Fussboden geworden (Gottseidank-Schlafsack!) und schuppdiwupp war ich in Schottland aufgewacht.

Friday, January 14, 2005

was gibts neues

neues gibts nicht viel. ich war die letzte woche ein wenig krank, dann noch beim zahnarzt mit all seinen unannehmlichkeiten,... aber ein echter pirat hat schließlich keine angst und kennt keinen schmerz. oder war das doch eher der indianer?
ich hab schon begonnen mich bei diversen menschen zu verabschieden, eigentlich eigenartig, weil wenn man sich sonst lange nicht sieht ist´s auch kein großes ding. aber nun hab ich erfahren, dass ein paar meiner studienkollegen fertig machen und ich sie wahrscheinlich so schnell nicht wieder zu gesicht bekommen werde (oder gar nie). das ist schon ein wenig schräg, aber das gehört vermutlich dazu.
es sind nur noch stunden bis zum takeoff, und die sind voll mit programm.
ich wünsch euch nur das beste
floggo

Thursday, January 06, 2005

060105

was für ein dramatisches datum.
ich hab beschlossen, dass ich ab heute alles klein schreiben werde, also lest es oder nicht, mir wurscht.
gestern war jungbauernball, alle jahre wieder nur heuer bin ich ein wenig später nachhause, aber was solls.
bussl an alle chicks out there
euer
floggo

Wednesday, January 05, 2005

(Um-) Wege des Lebens

Wie ihr sicher alle wisst, verlasse ich alsbald das Land Tirol um mir fünf Monate lang schlechtes Wetter und schlechtes Essen in Schottland zu geben. Aber was sein muss, muss sein.
Ich werde euch auf dem laufenden halten