Thursday, July 28, 2005

Geburtstage, Wege dort hin und die Todeszone

Tja, hallo, "Grias enk" mit hartem K!

Heute feiert einer der größten Poster dieses Blogs seinen 33 Geburtstag, da muss dann schon ein Post drinnen sein. Also, Brotha33, alles Gute! Lass es krachen, ich tu´s auch.
So ist das in meinem Leben, Brüder und Schwestern werden älter, Eltern fahren in meine vorweilige Zweitwahlheimat. Es bleibt mir nur die Spekulation was sie dort oben tun. Meine Spuren, welche auch immer, verwischen, Zurückgebliebenes aufsammeln, seien es Boxershorts oder zerstörte Autoradios, die nun ihr Dasein in der schottischen Heide (der Strauchlandschaft) fristen. Nur einen Tipp habe ich meinen Eltern mitgegeben, lasst die Finger vom Whiskey, der hat es mitunter soweit gebracht, dass mich Gebüsche hinterhältigst attackierten und als ich schon am Boden lag haben sie noch auf mich eingetreten, diese hintertückischen Gebüsche. Schon im Ritter der Kokosnuss waren die Gebüsche die Üblen, irgendwie hätte ich mir diesen Bildungsaspekt des kindlichen Fernsehens doch zu Gemüte führen sollen.

Ich hab noch ein alpinistisches Abenteuer zu erzählen, nein nicht ein Gipfelsieg, nein keine Durchsteigung einer kältebespickten finsteren Nordwand, nein auch nicht die obligatorischen "Spaghetti alpinista" die als Bergsteigermenü für 6.8 Euro auf Alpenvereinshütten tagtäglich kredenzt werden verleiten mich zur folgenden Erzählung. Habt ihr schon einmal einen Bergführer gesehen? Wahrscheinlich schon, meist von hinten, weil sie (die "rudelführenden" Leittiere) immer vorneweg sein müssen, sonst wären sie auch keine Führer sondern Bergtreiber(diese wiederum findet man ebenfalls auf diversen Alpenvereinshütten in dunklen Ecken der Schlaflager, erkennbar an hartem Atmen induziert durch bilateraler Erregung und derentweger Ableitung derselbigen gestützt von alten Alpenvereinsdecken unter dem Becken des Gegenspielers). Ach ja die Bergführer, die Typen mit den "wolligen" Orthovoxjacken, die sie durchwegs billigst einkaufen, mit ihren sonnengegerbten Gesichtern und den Umhängern um den Hals die von irgendwelchen Pilgern in einem unbekannten Gebirge irgendwo in Asien gekauft haben. Mir ist vor einigen Tagen einer dieser untergekommen, wir unserer Aufgabe nachgehend Gpsgerätetestend, hat sich einer dieser Prototypen am Nachbartisch mit zwei mehr als sympathischen neureichen Gästen niedergelassen. Die Gästebeschreibung lasse ich mal aus, sonst platzt mir noch der Kragen, aber auffällig war am Bergführer, dass er im Angesicht seiner erlebten Abenteuer, nur mehr sehr langsam und bedächtig zu sprechen vermochte. Er erzählte (bitte nun mit halber Lesegeschwindigkeit lesen) wie er am Achonchagua von einem Schneeball fast aus den Schuhen geworfen wäre, wie am Ortler der Blitz in seinen am Rucksack steckenden Eispickel eingeschlagen hat und ihm dabei ein Loch in sein Streichwurstbrot brannte, Gämseneierschlag und dessen Auswirkung auf die nächtliche Kaltererseeweinverträglichkeit nahe der Sauerstoffgrenze, wie ihm einst ein Wildbach in einem semiariden (halbtrockenen für die mit dem Alpinwortschatz nicht so vertraut sein sollten) unbekannten noch nicht entdeckten Gebirge fast den Weg aus einem chinesischen Gefängnis abgeschnitten hätte sodann er dann doppelt eingesperrt war und er diesen nur durch Entledigung seiner Schuhe überlisten konnte,..

Ich will euch nicht weiter mit meinen Ausführungen langweilen, geht selbst auf die Berge, sucht die Nähe zu den Nahtoderfahrenen, die die immer langsam sprechen, und ihr werdet Augen machen. Jedem sein eigenes kleines Abenteuer. Ihr werdet sehen, die Berge werden steiler und wilder wenn man von ihnen redet, doch steht man dann oben ist´s dann doch nur Pippifax.

Ich wünsch euch was,
euer
Captain Floggo,
ich werde mich wieder hinauf in die Todeszone begeben um am Balkon die Blumen zu gießen.

Friday, July 22, 2005

Sommerlöcher und Wanderslust

Tja, was soll ich sagen? Irgendwie treib ich mich zur Zeit mehr auf Bergen und Hügel des heiligen Landes rum, als dass ich wirklich wie es für einen Piraten gut wäre auf einem Boot die weiten der Weltmeer durchmessen würde. Aber auch auf den Hügeln und Bergen erlebt man so manches Abenteuer. Die letzten Tage war ich mit 7 "Tirolern" unterwegs,... Von einem Ferner zum anderen und dann zum drüberstreuen ein wenig noch in Schotterrinnen rum wackeln.
Lockere Steine rutschen nach unten, naja wenn man sie mit Füßen tritt sind sie noch schneller unten.
Was ich mein Leben noch nie gesehen hab sind intrinsische Winde die einen unter Überdruck bevorzugt bei frontalem Globalwind in Richtung Hintermann verlassen. Dieser besagte Hintermann, sorry Georgie, veränderte seine Gesichtsfarbe von glazigenem Krebsrot zu flatulenzinduziertem Graugrün. Ich kanns mir nur durch die erhöhte Sauerkrautaufnahme erklären, verstärkt durch ein Duzent Marillen als Nachspeiße. Nur dass die Marillen innerhalb von Minuten in die Gasphase überwechselten, war mir neu,... aber immerhin kann man auch aus dieser Erkenntnis einen Schluss ziehen. Pffft.
Sonst befinde ich mich voll im sommerzeitlich bedingten Sommerloch, im Fernsehen ist nichts gescheites, das Kino schaut auch schlecht aus, ... nur die nächste Zeit wird spannend, ich werde wieder meine Kochkünste herausholen und mich selbst verpflegen müssen, naja das kommt davon...
Verloren in Gedanken, im Gedenken der zwei meinerseits besetzten Stühle, verbleibe ich mit besten Grüßen, es gibt noch so viel zu erleben,...
Es wäre so einfach wenn man sich einfach nicht entscheiden müsste.

euer Captain Floggo

Tuesday, July 05, 2005

fernweh

tja ihr Lieben,

irgendwie ist´s in Tirol schon wieder wie früher, ich irre wie wild ruhelos durch die Täler, renne auf Bergen rum, mach mich auf nach Innsbruck um mit dem Vorsatz einige Zeit nicht mehr runter zu fahren heimzukehren, spiele Volleyball, befahre irgendwelche Flüsse mit irgendwelchen Booten, an dieser Stelle ein großes Danke an Tanja und Phipe für das obere Isaradventure.
Aber irgendwie denke ich schon wieder an weitere Ziele, wo ich noch hin möchte, was ich noch alles machen will, wo ich überall noch nicht war und wen ich gern wieder sehen möchte. Dann ist Sonntagabend, ja wie immer Tatortzeit, das war immer so und wird sich auch nicht ändern, aber bis der Tatort gespielt wird muss man Zeit überbrücken, ich hab ein neues Hobby, ich schalt den Ton aus und schau mir Rosamunde Pilcher Filme an und mach mir mit der Gitarre meinen eigenen Soundtrack dazu,... Das letzte mal war Rosamunde im schönen Cornwall, so mit viel grün, Küste, Fischen, Bauern, Traktoren bei denen obwohl sie links fahren müssen (die Bauern die diese steuern) sich das Lenkrad in der Mitte befindet, einer Intrige die auch ohne Ton auszumachen war und viele bleichen Menschen. Irgendwie hat mich das an meine Zeit in Aberdeen erinnert, viel grün und bleiche Menschen,... Irgendwie will ich wieder rauf, wieder in eine Stadt wo was los ist, und nicht wie in Innsbruck nur fadesse,... aber was will man mehr in der Provinzwelthauptstadt (Schönauer 2003)?? So ist das einfach.

Apropos Innsbruck, Innsbruck ist immer gut für Beobachtungen. Heute sollte ich eine "klassische Lederjacke" in einem mehr als noblen Geschäft anprobieren, ich habs gemacht, die Jacke war zu klein, ich zu groß/dick/breitbeschultert, sah aus wie ein Zuhälter der sein Geschäftsfeld um die Höttinger Gasse erweitern will, naja dann gibts einfach keinen Piraten mit Lederjacke. Aber ein Versuch war es wert. So kann einem gehen,... Aber zumindest hat der Verkäufer mir einen Kaffee gemacht, den ich eigentlich nicht trinken wollte, aber naja was man nicht alles auf sich nimmt.

So ich vertschüss mich mal wieder in die weiten des Raumes (Captain Kirk 1978) und wünsch allen eine erträgliche Hitze. otherwise stay cool.
floggo

Saturday, July 02, 2005

Weltbilder

"unschärfe als lebensmotto" sagte der kurzsichtige und betrachtete den weichgezeichneten frauenhintern der vor ihm in der fussgaengerzone hin und herwackelte. danke dass sich meine haertenden glaeser in der umkleidekabine unter dem druck tonis linker großer zehe für immer in die ewigkeit begeben haben. weich und weiblich so sollte es sein, so sollte die welt sein.

tja, so ist das in der welt.