Friday, April 28, 2006

roadtrip to aberdeen

well, what to tell, shall i write in bloody german or in posh aberdonian doriag?

tja, ich entscheide mich dann doch wohl für die konventionelle weise um unkonventionelles zu beschreiben. angefangen hat alles als alles zu ende war. also jahre zurück. einige erinnern sich noch wie ich, also ich als echter pirat, zum ersten mal an tageslicht trat. naja, man kann das meiste nachlesen, oder fragt einen oder eine der geschädigten. naja,... letztes jahr war´s dann entgültig soweit. mein piratiges outing, ich hatte den "need to get my own island" und ich machte dies auch. nach einer guten zeit auf meiner insel, ließ ich die insel hinter mir, machte mich auf zu neuen ufern.

nundenn schon dem heimat hafen überdrüssig, begann ein leichtes kribbeln in mir aufzusteigen, nein nicht des exorbitant kontinental bedingten gestiegenen sauerkraut- und weizenbierkonsums wegen, nein, das kribbeln das ein pirat so spürt wenn er zu lange im selben hafen fest verzurrt vor anker liegt. ich begann den nebel im bad zu genießen, ich malte figuren auf die duschkabine und deutet diese figuren als meine inselhaften mitstreiter. um diese aus meinem Kopf zu befreien übermannte mich der plan die crew noch einmal hochleben zu lassen. und wie ginge dies besser als die crew im alten hafen aberdeen zu besuchen? also der flug war gebucht, die spannung stieg von tag zu tag. kurz vor abreise riss noch meine piratige konstitution und alles schien verloren, krank wie ich war sollte man nicht reisen, aber der drang nach altgewohntem und liebgewonnenem war stärker als mein verstand.

so machte ich mich auf in begleitung von brasilianerinnen und portugiesen nach dublin um dort den steinfussboden des airports anzutesten, resultat schlafbar. nur falls einer meiner werten leser mal auf einem flughafen zu nächtigen gedenkt, versucht so weit wie möglich von der damentoilette einen platz zu finden, weil trotz ohrstöpsel hört man das klappern der highheeligen stewardessen und von denen mit blasenleiden gibt es anscheinend mehr als gedacht.

aberdeen selbst bot ein ambivalentes bild. bei ankunft grau gewohnt, klarte es innerhalb weniger stunden auf und einem strandspaziergang mit gerhard aka ginger, der eierspezialist, stand nichts mehr im wege. schön wieder den weiten strand und den gewohnten wind in den segeln zu spüren. des nachts waren wir aktiv, die dämmerung ist bekanntlich die beste zeit eines jeden piraten. magdi und gerhard wurden in die gebräuche der piratenzunft eingeweiht, schnaps aus flaschen getrunken, tante hilda hochleben gelassen,... naja nun schön mal eines nach dem anderen.

es fühlte sich so ungewohnt gewohnt an, diese alten bekannten gassen, der sonnenschein, die liebgewonnene begleitung von catrin, die alten haudegen von der volleyballmannschaft, die alkis im prince of wales, immer noch dieselben piraten und seefahrerlieder am sonntag abend, der wind in den haaren, die kälte in den fingern, das salz in der nase, der internationale haufen, das hungry horse, das mövengeschrei zum frühstück, das linksfahren das fast rechtens geendet hätte, die andere währung, das gute bier, die lispelnde kellnerin, die alten gesichter, das nichtrauchen, das grau und noch mal das grau, das bei sonnenschein so wunderbar silber sein kann, das humpeln der aberdeener, der schlechte kaffee in den cafes, der gute kaffee bei meinen "vermietern", die crisps die sich als chips herausstellen, die sandwiches, der river don, ...

tante magda feierte ihren geburtstag, nette leute, manche würden als crewmember eine gute figur machen, andere wurden verschreckt durch harsche sprüche, ich hoff immer noch dass ich niemandem zunahe getreten bin, besonders mit der calfteaser-flavorsavor meldung, naja kann mal passieren. nachträglich: ALLES GUTE noch mal, keep it going
gerhard weite mich in die boulderareas aberdeens ein, wo wir uns die finger lang zogen, aber besonders die fersen durften bei exorbitanten heelhooksessions ihre hornhautigkeit unter beweiß stellen.
meine damaligen mitbewohner wurden heimgesucht, immer noch dieselben bleichgesichter, aber schon ein wenig verwegener,...

hiermit möchte ich ein herzliches danke an meine zwei piraten in der ortstelle aberdeen richten, tante magda und ger.hard, thanks for having me, thanks for hosting me, danke dass ihr all meine macken mitgemacht habt, ich hoff ihr hab meine vier tage erasmus genauso genossen wie ich, für mich waren die angeregten gespräche balsam auf meiner aufgewühlten seele!
ich wünsch euch noch eine superfeine zeit in unserem aberdeen, schaut drauf dass die sitten sitten bleiben, denkt hin und wieder an die crew, ich kann mich nur den großen worten captain floggos anschliessen: lasst es krachen, ich tus auch. ich freu mich schon auf ein wiedersehen.
somit ist das kapitel aberdeen nach außen hin abgeschlossen, aber ich werde wohl noch lange an den folgen der nordsee positiv laborieren, ich werde diese meine zeit wohl noch lange in meinem herzen tragen und sie wird mir so manches lächeln über mein gesicht jagen, ... besonders gerhards parodie der burmesischen mitbewohnerin!!! ich sag nur ein hit!
danke,
euer flo aka captain floggo

PS: wer mehr nachlesen will, bitte unter http://gingermandarin.blogspot.com/ nachlesen, da gibts auch die nötigenfotos dazu
PS: catrin thanks for everything, i enjoyed your company, big hugs to you! keep it going, you know there will always be some sun on my face!
PS: die pre release cd von captainfloggo hits volume vier ist schon im umlauf, also wer eine will, bitte melden, beste musik für "heisse stunden", handverlesen von einem echten captain!
PS: die piratenparty ist auch schon geplant mit zwei special guests, live und direct freshly imported from tha northsea!
PS: bridge keep on rockin in a free world, lasst es euch gut gehen!
PS: morgen geht dann die schisaison zu ende, aber der nächste winter kommt bestimmt! ich spür ihn schon.

Wednesday, April 19, 2006

gefängnisse und dergleichen


ja, gefängnis, ihr lest richtig.
ins gefängnis kommen, weil man was angestellt hat ist für einen echten piraten nichts neues.
für was ich mich einsperren lassen würde? das ist eine schwierige frage, ihr wisst schon freiheit und piraten. oder besser gesagt, pirat weil freiheit, oder freiheit weil pirat, das bleibt dann dem betrachter überlassen.
man stelle sich vor, letzte woche bin ich mehrmals auf meine äusserlichkeit explizit angesprochen worden. normalerweise, wenn das ein bekannter macht, oder jemand den ich so einschätze hab ich damit kein größeres problem. aber wenn man am stöttltörl von einem anorexischen parade-koatlackler, sozusagen eine höttinger-sur-schaumgeburt angepflaumt wird, bleibt mir nur eins, entweder ein mords-drum schneeball, sprich lawine und der fall ist platt, oder mir wie ich es getan habe, mich zu verabschieden mit dem phonetisch gekonnt nachgemachten innsbrucker idiom: pfiat eich, schleichts eich! nun denn rache ist süss, oder grünbraun - zähflüssig - fädig bis verklumpt - mit lebendigem feststoffanteil - ihren ursprung in meinem trachealsystem und klebt wahrscheinlich immer noch auf der heckscheibe der prol-karre. interessant wäre ob man daraus höheres leben züchten könnte?
so ist das, aber der sich, dass berge nur für unterernährte zu besuchen sind, anmaßende soletti reiht sich nun in die ab heute eröffnete nudelaugen-gallerie ganz weit vorne ein.

nun aber zu etwas ganz anderem. es geht schon bald zurück auf die insel, dort ihr wisst schon sind noch ein paar dinge zu erledigen. sozusagen, der weg zurück an den ursprung des wahnsinns. mal schauen ob es hilft.

ansonsten sind die zeiten mehr als bewegt, ich spüren immer noch die winterstürme in meinen gliedern, aber der frühling soll ja bald kommen. ich glaub´s erst, wenn´s wieder schneit, also der sommer auch schon vergangen ist.
ich werde mich unauffällig nach aberdeen vertschüssen, ein wenig reinen tisch machen,
soweit von mir, ich wünsch euch was,
flo.g

PS: das bild stammt vom letzten roadtrip, was man nicht alles hört und dann sich einbildet zu lesen.

Friday, April 14, 2006

vierzig tage vierzig nächte und heute keine glocken

ja wie der titel schon verrät, handelt es sich heute nicht um den damaligen blockbuster mit harrison ford und anne heche, nein um die fast vergangene fastenzeit.
heute als ich nach einer langen nacht aus den federn stieg, hatte ich vorerst probleme mit dem augenlicht. es war so ungewöhnlich hell, wie schon lange nicht mehr. in meiner erinnerung gibts nur winter. winter in allen belangen, obwohl schon hie und da der frühling anklopfte und versuchte seinen fuss in die tür zu stellen. aber heute, strahlend blau und warm.
dann wurde von mir in ermangelung eines frühstückpartners ö3 gestartet, fm4 war mir heute schon zu obskur, also lies ich den mainstream poppen. die erste zeile die mir zu ohren drang war: uhuhuhu hua i don´t love you anymore!! uhuhuhuahuhha i just don´t love you anymore. wie schon gesagt die lange nacht und vielleicht ein cocktail zuviel mit beigemengtem latentem kopfweh, lies mich gleich dieses geplärr auf mich beziehen. mein nervenkleid ist fast schon transparent wenn man es auf dünnheit prüft, und dann das. i just don´t love you anymore. wer singt das? wer traut sich dies mir morgentlich aufzutischen. normalerweise hörte ich diese sätze immer kurz nach 19.00, da sind sie leichter verdaulich, da ist man nahe am fast schon wieder darüber schlafen müssen. naja, irgendwie dachte ich mir, ich wünsche mir nun einen versifften lou reed hinter mir, der auf einem knapp verstimmten piano: it´s just a perfect day trällert.
wie das in letzter zeit so mit den wünschen ist, dass sie verdammt noch mal nicht in erfüllung gehen, hat auch lou reed mit abwesenheit geglänzt.
doch dann ging´s schlag auf schlag, meine hirnwindungen entwunden sich langsam aus dem benebelden uhuhuhuaauh i just don´t love you anymore, der winter mit all seinen karbefahrungen blitzte noch mal auf, mir war als ob mein frühstücksbrot zu strahlen beginnen würde. kar, hafele kar, kar rinne, stöttl kar, wank kar, kar freitag. zu guter letzt fiel es mir wie schuppen von den augen, kar freitag, war der grund allen übels. doch ist nicht der karfreitag der tag an dem dieses kollektive betretensein ein ende haben sollte, oder zumindest nur noch zwei tage anhält? aus vorbei, ... gott sei dank.
wie das nun mit dem: i just don´t love you anymore ist, bleibt mir immer noch ein rätsel, aber das wird sich schon von selbst lösen.
somit wünsche ich auf diesem wege, ein frohes österliches beeiern, in fremdem nestern wühlen, neste bauen, eierpecken und was man sonst noch so treibt wenn ostern vor der tür steht.

nun singt falco: out of the dark, hörst du stimme die dir sagt: into the light, i gave you, you waste your tears in the night,... into the light, out of the dark,...
das ist nun entgültig das letzte große zeichen meine akustische fastenzeit, sprich ö3, mit qualitativ besserem sound zu beenden. wenn nun noch xavier naidoo von steinigen wegen, kreuze tragen, über seen gehen, ewige liebe und was er sonst noch so im angebot aus dem radio faselt, exekutier ich den radio. wie sagten die ärzte so schön, das radio brennt!
liebe grüße euer
floggo, heute in der liturgischen farben lilla,

keep on schiffing, otherwise you won´t reach the coastline.

Wednesday, April 12, 2006

vor die nase gestoßen

tja, so schnell ist man auch als pirat aus der bahn geworfen. wenn vormals als sozial interger geschätzte menschen sich zu missfälligen aussagen von wegen aussehen und daraus abgeleiteten kompetenz-absprachen hinreißen lassen, bin ich mehr als gekränkt. mir bleibt da nichts als ein judasumarmungsgleicher handschlag, ich sag leise servus und denk mir meinen teil. jemand der sein gegenüber aufgrund physignomischer merkmale beurteilt oder gar nur auf diese reduziert, der tut mir leid. hier kann ich nur auf den gleichheitsgrundsatz des piratenkodex verweisen, jeder pirat soll als gleichwertiger gegenspieler angesehen werden, und verdammt noch mal nicht aufgrund seiner grauen haare, seiner schiefen nase, seines dicken bauches, seines morschen holzbeins, seines was weiß ich beurteilt werden. ausschließlich piratenqualitäten, sogenannte handschlagqualitäten, auch bei hacken-handersatzträgern, sollen bewertet werden. dies ist das einzige was zählt.
oberflächlicher, quasi intelektuelle verkorkstheit hat hier nichts verloren. egal ob im wilden westen, im dunklen mittelalter oder auf einem piratenschiff, es zählen meiner piratenmeinung nach die inneren werte.
so, alle anderen können sich gern von mir aus von mir fern halten, ich bitte sogar darum, sich stupidem fernsehkonsum, plattem quasigeschwafel, heile welt inklusive himmlische familie spielen, permanenten volksmusikkonsum und nicht über den tellerrand hinausblicken hingeben, ich werde sie daran nicht hindern. nur sollten sie nicht auf piratige unterstützung hoffen.
euer leicht gereizter
captain floggo

Tuesday, April 11, 2006

????

demnach sich freuen, ist schon vermessen, aber wenn ich heut aus dem fenster sehe und gut 20cm neuschnee sich ausbreiten, dann freu ich mich auf die nordsee.

aber vorfreude, ja hab ich schon geschrieben, ist bekanntlich gleich groß wie uv-strahlen sucht.
...
mehr später

Monday, April 10, 2006

narzissen,tulpen und der kühlschrank

ah, ah!!! meine lieben, ich hätte nun fast meine liebe geschrieben, aber wer wäre das denn wohl? ist freud, der allgegenwärtige gegenwärtig in mein leben getreten und verleitet mich zu seinen freudschen versprechen, in diesem falle freudsche verschreiber.
ich fang nun noch mal an, ah, ahh!!! frühjahrsmüde bin ich. und mein latent permanenter sonnenbrand in meinem gesicht will auch nicht weichen.
nun denn ich freu mich schon auf schottland, ich werde ausführlichst berichten. da es sich um ein piratentagebuch und nicht um ein piraten orakel handelt werde ich hier nichts zukünftiges beschwören, nur altes wieder erwärmen.
erwärmen, das ist die sache des frühlings 2006. ich will den winter noch nicht entlassen, freu mich schon auf weiteren neuschnee,....

nein, nun zu ganz anderem, die einen zeigen eier, die anderen färben diese noch und dann gibts noch die einen die ihre eier verstecken. ist dieses ein frühlinghaftes erwachen, oder einfach eine sinnvolle massnahme um eier länger zu behalten. frühling ist.

was anderes, letztens war ich auf einer biologen-würstel-party. würstel weil mehr männer anwesend waren, als biologinnen. die lehramtsriege war wieder mal nur im kernteam vertreten, alle anderen satellitenhaft im orbit verteilt waren nur wenige gekommen, dafür war der spass umso größer. ich sag nur, lehramtler erkennt man in jeder lebenslage, sie tanzen dervischen gleich, wie immer eine mords hetz. die anderen, sausages, standen nur rum, schauten aus der wäsche, schauten auf die wäsche,...
http://biopage.uibk.ac.at/bioinfo/modules.php?set_albumName=album05&id=P4050013&op=modload&file=index&name=gallery&include=view_photo.php
wer ist denn der typ der größer ist als alle anderen und so gut gebräunt aus der menge sticht?
leider wurde mir ein voriges wochenende zum verhängnis und ich wollte, konnte nicht so wie ich es sonst so anstelle. aber das wird schon wieder werden, da bin ich mir sicher.

das geheimnis vom nisskopf wird immer ungeheimer, ich freu mich schon auf das sogenannte coming out! aber bis dahin dauert es noch ein wenig.

mein neffe attestierte mir vor kurzem, weil ich erstens lange haare trage und zweitens mir eine auszeit nach erfolgreicher hinterertayakopfschitour und anschließendem exorbitanten sandkastenumgrabens gönnte, dass ich ein fauler zottler sei! wo er recht hat, hat er recht.

sonst fällt mir nichts schreibenswertes ein, ich werde die augen aufsperren, ein wenig mich umsehen, wo denn was so vor sich geht. ich halte euch auf dem laufenden.
bis dahin, viel spass mit den eiern.