Monday, June 12, 2006

blumen, kinder, blumenkinder

ach so. ich fand mich selbst an einer bushaltestelle, also an einem ort wo so manches abenteuer beginnt oder endet, wieder, irgendwie in gefangen in einer endlosen wiederholung, nur eins war heute anders. ich hatte den geruch des urlaubs, den geruch der aufgeheizten pinien vermengt mit warmem meersand in der nase. ich hätte fast vergessen den sommer zu erwähnen. überall blitzt weiße haut hervor, es werden die winterlich kalten schultern gezeigt um ihnen ein wenig freundlichkeit in form von bräune einzuhauchen. wirklich niemand kann den sommer übersehen.

die gänge der uni sind so leer, dass man ein echo von der einen zur anderen seite vernehmen kann: "solala, die jausen kommt mir auch nicht zugeflogen!" sogar die raucher gehen nun ins freie um ihre zigaretten zu verpuffen. vor den ein und ausgängen, was diese dinge meist beides sind, weil ich niemanden kenne der in die uni hineingeht und nicht mehr herausgeht, finden sich menschentrauben, sogenannte bildungsreben.
manche mädels und die meisten motivierten sowi- sowie sportstudenten versuchen mit selbstbräunercremen der partiellen bräune der flipflops, die sogenannten vielgefürchteten flipflopstreifen, entgegenzuwirken. wieder andere wundern sich wo denn die flipflophornhaut zwischen den zehen im winter hingekommen ist. nur die wenigsten trugen die zehenreißer vorsorglich auch im dezember unterm christbaum.
schweiß rinnt in strömen, vermischt sich mit reichlich aufgetragenem flakon zu einer paarbildungswilligkeitsanzeige wolke. die anderen die dies schon hinter sich bringen konnten, schwitzen sich nun gegenseitig an, wie auch immer sei der fantasie überlassen.
am land kann man ein gemisch aus dieselöl und frischgemähten wiesen vernehmen, ebenfalls mischt sich kuhglockengebimmel unter. sozusagen ist das zur zeit das vielzitierte mövengeschrei und der duft der hohen see, die landluft.

fussball lassen wir heute mal aus, das schlechte wetter ebenfalls, besser einfach raus in die wiese,... oder gar ans meer.

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