Thursday, November 30, 2006

Jubel, Trubel, Heiterkeit!

Hier ein Auszug aus dem Piratenbriefverkehr.


Liebster, Lieber Jägersmann!
Heute ist ein Freudentag. Nein nicht nur weil du Geburtstag hast, wozu ich hiermit eigentlich meine höchste Wertschätzung deines nunmehr erreichten Alters kundtun möchte, heute ist wie jedes Jahr am 30.11. der wirklich letzte Tag des Novembers. November ist immer verbunden mit einem Bewegungsunvermögen, einem latenten Wunsch nach leichter Sommerbrise im wallenden Haar das dem Haarbesitzer ein Gefühl der Freiheit vermittelt. Nicht umsonst zwängt man sich nun in Haarfreiheitsraubende Mützen, Kappen und Kapuzen, weg mit dem Gefühl der Leichtigkeit, her mit der Schwere des Glühweins und des faulenden Obstes.
Schon Herman Melville in "Moby Dick" erkannte wie folgt:
"immer wenn müder, nieselnder November meine Seele erfüllt, wenn ich mich dabei ertappe, wie ich unwillkürlich vor Sargmagazinen stehenbleibe und hinter jedem Leichenzug hertrotte, der mir begegnet ... dann halte ich's für die allerhöchste Zeit, zur See zu gehen, und zwar sofort."
Und gerade dieses wieder zur See gehen sollte uns Zeichen genug sein, heute ein Fest aufzureißen, ohne zu sehr jetzt in eine Predigt abzugleiten verwende ich bewußt sogenannten Jugendjargon, und dafür haben wir ja jetzt einen Grund. Dich und den auslaufenden November. Alles Liebe, gutes Gelingen bei was auch immer, Willkürlichkeit will ich dir keine wünschen, die machts nicht einfacher.
Solong, bis dänne,
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Zur Erklärung, der besagte Gefeierte, ist und war Pirat erster Stunde. Er war bei der Piratentaufe damals im Treibhaus mit dabei, gab damals seine Lebensweisheiten zum Besten, kämpft jede nur erdenkliche Schlacht, erbeutet so manche fette Beute, läßt kein Fettnäpfchen aus, schmust als Schmusesänger, miemt den Rockstar, kennt die wahre Bedeutung des Wortes: Rockzipfel, erkletterte die Royal Bank of Scotland(grade 5), war im Hafengefängnis vermeintlich inhaftiert, war Fahrradtretender bei der ersten gemeinsamen einsamen Radtour durch Telfs auf einem Damenfahrrad im neuen Jahrtausend, sah Rudis Rüssel wachsen, ist und war wegen seiner Beweglichkeit ein guter Brezendieb, den man gut durch "die Durchreiche" pressen kann und weiß dass die Sillschlucht nicht das Ende der Welt darstellt.

Rock on,
C.F.

PS:
Ja der verdammte November ist nun endlich zu Ende! Die Party kann beginnen.

Saturday, November 25, 2006

lächeln in der fussgängerzone

ja es gibt sie doch noch, die strahlemänner und strahlefrauen. strahlemenschen also. ich mag solche menschen. wenn man an der gefürchteten uni-spar-kasse steht und die verkäuferin einen trotz der schlange anstehender und ansteherinnen einen anlacht und sagt: du host sicher a bissl zeit, i muss mi grod schneitzn.

es sind genau solche menschen die ihre handynummer nicht wissen, weil sie entweder kein handy haben da sie ja eh keins brauchen, oder sie sind so positiv verplant dass diese nummernkombination tief in ihrerselbst vergraben zu sein scheint. aber ich mag solche menschen. sie haben die wichtigkeit des unwichtigen erkannt und ergeben sich ihrer selbst. die vielzitierte entschleunigung der beschleunigung. bremsen dort wo andere "gas geben". dieses "gas geben", egal ob im job, in der ausbildung, beim ausgehen oder wo auch immer lenkt gern vom wesentlichen ab. der unbewußte teil des lebens ist bekanntlich viel größer als der bewußte teil. wenn man dann den bewußten teil um ein unmögliches beschleunigt, weil einem irgendein dampfplaundernder unternehmensberater ein ubiquitäres "gas geben" anrät, fällt man um den sonst so schönen unbewußten teil des lebens um.
man sollte einmal probieren zu fuß irgendwohin zu gelangen, wo man sonst nur mit dem auto, also im wahrsten sinne des wortes "gas gebend" hinkommt, einfach immer dort eine "kaffee pause" einlegen wo es einem in den sinn kommt, sei es in einer zwergstrauchheide oder in einem ausgetrockneten bachbett. dann die falttasse herausnehmen, entfalten, warmes wasser und pulver bewußt vermischen um sich verdammt weltbürgerlich fühlen.
besonders in einer zeit, nicht jährlich gemeint, sondern täglich, in der die tage kürzer werden und sich in richtung konsumspitze zuspitzen sollte man wegen der schleudergefahr vom gas gehen, kekse backen, kekse packen und sie bewußt in einer unbewußten handlung irgendwo im bekannten unbekannten, das oft näher liegt als einem fern ist, genüsslich langsam zu verspeißen. egal ob allein, zu zweit oder mit alle jenen die ihre handynummer bewußt nicht wissen.




Bestens GrüßT F.low.ggo
anbei noch ein webtipp, der mir heute ein lächeln auf das gesicht gezaubert hat:


http://www.hersenscheet.com/loi/kat.swf

Friday, November 24, 2006

glühwein und sauna

wenn man zur zeit durch die innsbrucker innenstadt geht riecht man zwei dinge: glühfix und schweiß. es ist so warm dass die glühweintrinker zu schwitzen beginnen. dieser geruch setzt sich in den kalendarisch richtig getragenen daunenjacken fest und verteilt ein sehr interessantes flacon über der altstadt.
tschingell bälls, tschingell bälls,...


hier noch ein kleiner werbefilm für ein sehr prominentes sommerziel, svalbard die sogenannte kalte küste, oder auch spitzbergen genannt.

http://www.bjerknes.uib.no/pages.asp?kat=94&lang=1

also wer mal wieder richtig glühwein trinken will sollte eher dahin gehen.

liebe grüße
flo.gg.o

Friday, November 17, 2006

Da sitz ich nun allein zuhaus',
der Mond schaut wie ein Knödel aus,
und wär er nicht am Himmel droben,
ich stuppste ihn, - er läg am Boden.
Ich stuppste alles, groß und klein,
die Sterne und das Späneschwein,
die Schüsseln, Teller und die Wolken
und alles müßte mir dann folken.
Doch so folge ich hier jetzt im Stillen,
dem Eder um der Freundschaft willen.
Die Kullerknödel sind's nicht wert,
daß Eder mich in die Schublad' sperrt.


Hier noch die beste Filmszene, die jemals mit einem echten König gedreht wurde kurz gefasst in drei Bilder.

http://www.intriguing.com/mp/_pictures/grail/large/HolyGrail173.jpg

http://www.intriguing.com/mp/_pictures/grail/large/HolyGrail176.jpg

http://www.intriguing.com/mp/_pictures/grail/large/HolyGrail177.jpg

Der Anmachspruchwettbewerb ist immer noch offen, ich freue mich über jedes Kommentar.
.c.f

Wednesday, November 15, 2006

vortrieb, vor trieb.

Jaja, immer das selbe. Immer nichts neues im Westen. Immer das selbe Wetter. Irgendwann stumpft man ab, irgendwann sind die weißen Wände um einen herum nur mehr grau. Aber dann anscheinend unverhofft tritt eine Lichtgestalt an den Tag und erhellt die Monotonie. Solche Lichtgestalten sind oft sehr versteckt im täglichen Leben. Manchmal sind es die Treibhauskellnerinnen, die immerewig ihren süßen Bauch durch die Gaststube herzeigen, oder eben die Optiker.
Hier ein paar Anmachsprüche für Optiker/innen! Nein nicht ich, sondern ein König kämpft um die Gunst der optischen Zunft.

Ich bin kurzsichtig, aber trotzdem kann ich ihre Schönheit erkennen.

Sie müssen der graue Star sein!

Bei mir ist eine Schraube locker im Gestell, würden sie sie mir bitte wieder festziehen?

Aufgrund meiner Weitsichtigkeit hab ich unsere gemeinsame Zukunft gesehen! Fehlsichtig, na und?

Wenn ich nicht mit dem grünen Star auf du und du wäre, hätte ich dich nie getroffen.

Schatz hast du ein Brillenputztuch in der Tasche!

Mein Herz schlägt wie wild, könnten sie sich mir mal beschreiben, damit ich sie mir vorstellen kann.

Ist es die Sonne oder bist es du, die mich blendet?

Für weiter Vorschläge bin ich sehr offen, ich freu mich auf gepostete Anmachsprüche!
For the english readers: you should post chat up lines for opticians! How to sneak in with her without being seen! Well i´m looking forward to your comments! I´m sure they will be brave, harmless and well working! Good thigh,
flo.gg.o

Monday, November 13, 2006



wär ich jetzt in aberdeen, würd ich ein schiff rauben und dem sonnenuntergang nachjagen.

häfen haben schon eine fazinierende wirkung. sie sind wie bahnhöfe, flughäfen, autobahnausfahrten und kreisverkehre stellwerke des schicksals. einmal zu früh links abgebogen schon steckt man in den stauden.

liebe grüße

f

Tuesday, November 07, 2006

november, renovierung und die erste klasse

jaja, ich weiß, ich sei nachlässig geworden. nachlässig, nicht durchlässig. also keine blasenschwäche. oder blasen schwäche? wie auch immer.

ich musste mich um die kapitänische gesundheit kümmern und dass man als kranker pirat keinerlei abenteuer mitmacht, ist auch so eine sache. man kann nun behaupten, dass man sowieso krank ist. aber ich will hier von abenteuern und nicht von fieberfantasien schreiben. mich ereilte das dreitagefieber, angeblich also drei tage fieber und dann sechs wochen scheiße drauf. so ist das mit den wundheilern und wunderheilern, die sind wie die lottozahlen mittwochs und sonntags also ohne gewähr. ohne gewehr bin ich schon lange. habe ich mich doch zum militanten pazifismus bekannt. ich darf noch die nächsten jahre keine waffe legal erwerben, steht in der verfassung, aber in der steht ja auch dass man ortstafeln nicht verrücken darf. und wie heißts so schön: die waffe des piraten ist der pirat selbst. aber das weiß man eh schon alles, oder? warum dann noch schreiben? hier geht´s doch um die wahren abenteuer, also die die im kopf sind gespickt mit denjenigen die mir tagtäglich auf den straßen unterkommen.

ja die straßen, die räume und kneipen sind die orte des abenteuers, nicht das zuhause, nein ein pirat hat ja kein zuhause, nicht der heimelige heimathafen, es sind die buchten der zwielichtigkeit mit ihren dunkeln lichtgestalten, die einem abenteuer bereiten. reisen, neues selbst, ungedachtes und ungeahntes macht es aus das piratenleben. hier die gebundenheit zur crew und dann diese unbändige freiheit, die einem immer wieder die schweißperlen auf die stirn treibt weil dirnen einen an der hand nehmen und um bindung ansuchen.

ich werde wieder mehr schreiben, es geht ja jetzt wieder auf! einmal gehts runter und dann gehts gleich wieder rauf. ich werde erzählen von den einäugigen die mit straßenbahnen um die wette radeln, von klosterschwestern denen die getigerte sehr knappe unterhose unter dem kittel hervorblitzt, von papageien die ganze bregenzer cocktailbeizen auseinanderbauen, vom schneegestöber, von der unendlichkeit und vor allem von all jenem was zwischen den zeilen so passiert ohne dass man es als nichtpirat nicht mitbekommt.

wie schon oft beschrieben: keep the sun on your face and the wind at your back!
jetzt gehts wieder auf, ich freu mich schon.
liebe grüße,
euer captain floggo.

Wednesday, November 01, 2006

it´s just more of the same, honey

november has come back to town. first snow creeps down the slopes and my mind is cheered up again.
more of those stories later
c.f.