Tuesday, November 07, 2006

november, renovierung und die erste klasse

jaja, ich weiß, ich sei nachlässig geworden. nachlässig, nicht durchlässig. also keine blasenschwäche. oder blasen schwäche? wie auch immer.

ich musste mich um die kapitänische gesundheit kümmern und dass man als kranker pirat keinerlei abenteuer mitmacht, ist auch so eine sache. man kann nun behaupten, dass man sowieso krank ist. aber ich will hier von abenteuern und nicht von fieberfantasien schreiben. mich ereilte das dreitagefieber, angeblich also drei tage fieber und dann sechs wochen scheiße drauf. so ist das mit den wundheilern und wunderheilern, die sind wie die lottozahlen mittwochs und sonntags also ohne gewähr. ohne gewehr bin ich schon lange. habe ich mich doch zum militanten pazifismus bekannt. ich darf noch die nächsten jahre keine waffe legal erwerben, steht in der verfassung, aber in der steht ja auch dass man ortstafeln nicht verrücken darf. und wie heißts so schön: die waffe des piraten ist der pirat selbst. aber das weiß man eh schon alles, oder? warum dann noch schreiben? hier geht´s doch um die wahren abenteuer, also die die im kopf sind gespickt mit denjenigen die mir tagtäglich auf den straßen unterkommen.

ja die straßen, die räume und kneipen sind die orte des abenteuers, nicht das zuhause, nein ein pirat hat ja kein zuhause, nicht der heimelige heimathafen, es sind die buchten der zwielichtigkeit mit ihren dunkeln lichtgestalten, die einem abenteuer bereiten. reisen, neues selbst, ungedachtes und ungeahntes macht es aus das piratenleben. hier die gebundenheit zur crew und dann diese unbändige freiheit, die einem immer wieder die schweißperlen auf die stirn treibt weil dirnen einen an der hand nehmen und um bindung ansuchen.

ich werde wieder mehr schreiben, es geht ja jetzt wieder auf! einmal gehts runter und dann gehts gleich wieder rauf. ich werde erzählen von den einäugigen die mit straßenbahnen um die wette radeln, von klosterschwestern denen die getigerte sehr knappe unterhose unter dem kittel hervorblitzt, von papageien die ganze bregenzer cocktailbeizen auseinanderbauen, vom schneegestöber, von der unendlichkeit und vor allem von all jenem was zwischen den zeilen so passiert ohne dass man es als nichtpirat nicht mitbekommt.

wie schon oft beschrieben: keep the sun on your face and the wind at your back!
jetzt gehts wieder auf, ich freu mich schon.
liebe grüße,
euer captain floggo.

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