Monday, June 25, 2007

Fritattensuppe und Krautsalad

Wer kennt das nicht, man wird erinnert. Erst kürzlich hatte ich das Gefühl wieder die alten Blanken unter meinen Füßen zu spüren. Das Holz knarzte wie auf meinem ersten Segelturn, als ich noch gar nichts von meiner Piratenseeligkeit ahnte. Jetzt Jahre und einige waghalsige Wenden und Halsen später, ist´s als ob ich erst angefangen hätte mit meiner Piraterei.
Die Küsten waren schon vertrauter, manchmal waren sie uneinsichtbar, fast unschiffbar, die See selbst war oft rau und im selben Moment wieder zahm.
Mir sind viele Menschen untergekommen, Wegelagerer, Gaukler, Halsabschneider, Abenteurer, Freibeuter, doch nie und nimmer war es langweilig.
"Uns Piraten wird nie langweilig sein,.." Ja, uns Piraten wird für wahr nie langweilig sein. Es kommen täglich neue Abenteuer auf uns zu, altes wird abgeworfen, neues aufgegabelt, ...

Doch an bestimmte Stellen kehrt man immer wieder gern zurück. Ich hab euch eine solche oben als Bild reingestellt. Wenn man mich mal lang nicht mehr findet, muss man nur dort am großen Stein warten, und irgendwann, geh ich dann vorbei, das steht fest. Solange ich gehen kann und der große Stein am selben Platz liegen, werde ich immer wieder zurückkehren.

Das ist so sicher,... ich muss weiter,...
C.F.

Wednesday, June 20, 2007

Sommersprossen

"Leiden sie an Sommerspr0ssen?"
Wer kennt die Szene mit Pippi Langstrumpf und dem Schaufenster in dem steht: Leiden sie an Sommersprossen? Pippi geht rein und antwortet auf die Feststellung der Verkäuferin dass sie ja Sommersprossen im ganzen Gesicht habe: Ja, aber ich leide nicht darunter, sonder ich mag sie. Guten Tag.

Man sollte öfter Pippi lesen. Ich weiß, harte Jungs werden gerade aufschreien, wenn ich einen Literaturtipp abgebe, aber Pippi ist wirkliche Weltliteratur. Egal ob Pirat, Schmetterlingsforscher, Palaeopoweranhänger oder gar Katechet.

Ich persönlich denke gerade übers Schwitzen beim Siezen nach. Muss man sich einen abschwitzen nur weil man zu jemanden Sie sagen muss. Naja dieses Sie-Sagen, das Siezen ist ja eine komische Sache. Im Französischen ist ja noch komplizierter, aber im Deutschen ist´s dann schon spannend. Ich werde in letzter Zeit oft, vielleicht schon allzu oft gesiezt. Ich beginne dann zu schwitzen, weil ich mir denke, ich kann ja noch nicht so alt sein, das man mich siezt.
Aber diese Göre, die mich letztens beim Ruetzbäcker gesiezt hat obwohl ich ihr den Vortritt lassen wollte, hat aufgrund ihrer insistierenden Hartnäckigkeit es geschafft mich aus der Fassung zu bringen wie eine Glühbirne die aus dem Gewinde rostet. Ja Sie dürfen gern vor. Sie kaufen aber ein schönes Brot, gell. Sie drängen Sie sich nur vor, Sie werden es schon eilig haben. Sie, Sie,... machen Sie sich doch aus dem Staub.


Die hätte besser Pippi gelesen, dann wüsste sie, dass sie nich Sie sagen muss, sondern nur: Hej Du. ....


ich sag nur, Süper, Süper! c.F

Thursday, June 14, 2007

Meuterei

So, nicht mal Zeit zu einer Begrüßung bleibt mir.
Vor kurzem im Wahnsinnsbus, ja das ist der der durch die Bronx von Tirol, sprich Telfs, noch zu nächtlicher Stunde eine Rundfahrt macht, hatte ich das Vergnügen neben einer sehr mitteilungsbedürftigen Person sitzen zu dürfen. Diese hatte eine Fahne, nicht im Andreas Hofer´schen Sinne, nein im übertragenen Hofer´schen Sinne, also so wie es die Schützen besonders Sonn-tags auszulegen pflegen, kurzum Backhuhn/weißer Spritzer/Weizenbierodeur. Nundenn, ich bekam alles erzählt, vom Ambiente in Spanischen Kinos bis hin zur Flucht der Freunde in die Stadt. Mein Gedanke war, dass dies auch die stärksten Piraten unter dieser Sonne umhauen würde.
Wo wir beim Thema wären. Starke Piraten. Nein ich meine nicht den Glatzkopf der bei Regen immer schreit, dass seine Frisur zerstört würde, und ich mein auch nicht den Dicken der dieses Neonlichtkreuz auf seinem Schiffe mitführt, Nein ich meine FAUSTO den Schrecklichen.

Er ist wieder da. Fausto, der alte Haudegen. Er will wieder anheuern. Zu diesem Anheuerungsversuch trafen wir uns nach der Busreise zum so genannten Businesslunch unter Piraten. Wir nahmen ein großes Sodacitrón zu uns, also um Skorbut zu präventieren. Er eine zerkleinerter Ente, live aus dem Hecksler der Kombüse und ich einen Poularden gut zerteilt in homöpathischen Dosen.
Es ist schon verdammt lange her, als wir unsere Säbel kreuzten, Fausto und ich. Wir beide Rücken an Rücken gegen die verdammten Bleichgesichter des Hohen Nordens in einer grauen Stadt. Nintendokinder würden sogar von einer "grauen Welt" sprechen. Ah war das gut, damals.
UND da war dann diese Aussage von Fausto dem Schrecklichen: "ah du i han mir schu länger denkt, dass da wos im Busch isch, weil dein Piratenblog so verweichlicht, man könnt ihn fast war nennen." Danke Fausto für das Kompliment.

Warum darf ein Pirat nicht von der Sonne auf den Bäuchen schreiben, oder den Schmetterlingen in der Südsee? Nicht das ganze Piratenleben ist verdammt ein verdammtes zu sein.
Aber ich nehme ihn gern wieder mit auf die wilden Reisen, mit in die richtigen Abenteuer nur eins muss Fausto klar sein, das nächste mal verdresch ich ihn mit dem Schmetterlingsnetz wenn er meine Einträge als zu unpiratig abwertet.
Aye!
c.F

Monday, June 11, 2007

Weekend

Ja ich hab ja schon über die wörtliche Bedeutung von Wochenend lamentiert. Ich möchte noch einen weiteren Terminus einführen: Wochenendwahnsinn. Ende und Wahnsinn sind zwar beide negativ konnotiert, können aber auch durchwegs positiv gesehen werden. Wenn man einem Ende entgegen geht, bringt dies hinlänglich einen Anfang mit sich, was nach einem Ende kommt und wie sich der Anfang gestaltet ist sicherlich nie so sicher aber das macht ja den Zauber des Endes/Anfangs aus.
Wahnsinn. Was soll ich dazu sagen, Wahnsinn steht ja meist in der selben Spalte wie Abenteuer. Abenteuer hat meist was mit Wahnsinn zu tun. Und Piraten haben immer was mit Abenteuer zu tun. Darf ich dann ableiten, nur weil Wahnsinn einen negativen Beigeschmack besitzt, dass Piraten, Abenteurer und ähnliche gleich gelagert sind und sich auf der wörtlichen "Schattenseite" befinden. Schatten selbst ist ja auch etwas negatives.
Nundenn, beim gestrigen Abenteuer, das sich zum Wahnsinn entwickelte, war ich als Pirat froh um jeglichen Schatten. Alle vier "negativen" Dinge in einem positiven Satz.
Kluge Menschen, Mitmenschen fürwahr, würden behaupten, dass alles nur Auslegungssache sei, dass man immer den so genannten Kontext sehen muss. Ich sag nur, Wahnsinn. Wären mehr Menschen öfter bereit sich an jegliche Grenze zu stellen, wären sie öfter bereit Kopf und Kragen zu riskieren, dann wäre vieles viel einfacher, viel flacher in der Hierarchie.
Aber oft bleiben gute Ideen dahinter, weil man lieber auf dem eigenen Hintern sitzen bleibt. Ohne dass man etwas versucht hat, kann man nicht wissen ob es denn jemals funktionieren würde, oder so?

Also auf in die neue Woche, rein in den vermeintlichen Unwahnsinn, rein in die verdammte Struktur und lauernd darauf warten spontanst und schnellst dem wieder zu entfliehen, was man als Pirat so ungern hat die geregelte Unfreiheit.

Wenn man aber wieder mit dem Bike durch den Wald reiten kann, dann ist´s wieder schön. Nicht auf ausgetretenen Pfaden, nicht in Alltäglichkeit, sondern fernab davon, dort ist die gesuchte Freiheit.

So, me hearties, aye lads, take care,
yours
C.F.

Wednesday, June 06, 2007


So ist das in Tirol.
Dort gehen Menschen von Baum zu Baum.
Darf ich vorstellen, ein neues Piratenhobby.
Solange es Spaß macht und nicht weh tut, ist´s ja fein.
Hier die Highlinelocation Gschwendt. Die Systeme müssen noch ein wenig verbessert werden, aber dann tuats an Tusch, das kann ich versprechen.

Noch einen abschließenden Tipp für alle Slacklineaspiranten: weite Hosen, also großer Puffer schützen vor Majorimpacts am Gemächt. Ebenso lange Hosenrohre schützen das Beinhaar vor abrupter Abrasion. Translationsrutschungen sind dann kein Problem mehr.
Stay tuned.
C.f.

a.w.1

tag
nach dem regen
das gras ist noch nicht ganz trocken
die felder suchen die sonne
die berge sind klar und nah
fast tastbar
die luft noch schwer
aber frisch
die vögel singen ein unverständliches lied
das lied von der liebe
das lied von der angst
das lied vom sterben
die letzten sonnenstrahlen treffen mich
ich bin fast geblendet
weil ich in meinem
tag
nach dem regen
dich
wiedererkannte
c.f.1998
_________________
aus "alte werke"

verlegung

manchmal denk ich mir meinen teil.
die kausalität der welt ist mir ein rätsel. warum nimmt das leben solch verwirkte wendungen. warum werden resultate so einseitig verteilt. warum trifft es immer denselben und den anderen lässt das leben aus. schicksal, vorbestimmung oder einfach zufall.
die frage nach gerechtigkeit, nach einem gott und nach den objektiven kriterien des zufalls. wann kann man von zufall sprechen, wann ist´s schicksal, oder ist sowieso alles vorbestimmt. im grunde ist doch alles "im lauf der welt".
reine statistik, ausreißer reihen sich ein in die extrapolation des normalen. das normale wird normaler, die tabus werden inkorporiert und geben eine neue kurve ab.

wenn man sich so die welt erklärt, erscheint alles ganz einfach. man nimmt den mittelwert, lässt das ereignis messen, rechnet eine neue kurve und schwuppdiwupp hat man eine neue erklärung für einen ehemaligen extremwert.
so einfach ist das.
eben.

Monday, June 04, 2007

Mond-tag

Juppidu,
heut ist Mond-Tag. Montags ist´s immer ein besonderer Tag. Woher weiß man denn wie die Woche ausgeht, die gerade anfängt.
Und dann ist diese Willkür des Wochenbeginns. Irgendwo auf dieser Welt ist dann schon ein anderer Tag, die Zeit hüllt sich ja bekanntlich solar um den Erdball. Aber was die Woche bringt, was am Dienstag sein wird, weiß eigentlich keiner so genau.
Und trotzdem darf man sich freuen auf das so genannte Wochenende. Obschon sich auf ein Ende freuen etwas ungerecht anfühlt. Warum denn sich auf ein Ende freuen, wenn sonst meist der Anfang das schönste ist. Anfänge sind immer der Schritt in Richtung einem Ende hin. Erst wenn man etwas begonnen hat, kann man es würdig beenden. Dieses Beginnen braucht oft viel Überwindung, man muss gewohnt sein mit Frustration umzugehen. Und wenn´s dann läuft, dann läufts, heißts so schön.

Kurzum, ich hab zur Zeit einen guten Grund mich auf die Wochenendfreude.
Soweit, sogut, leicht durchfeuchtet grüße ich aus dem Wald, das Meer in mir ist bekanntlich nie ruhig, lasst euch die Sonne auf die Bäuche scheinen, sofern ihr welche habt, Bäuche natürlich. Denn von montäglichem Mondlicht wird man nicht braun.

c.F.