Tuesday, September 25, 2007

W.E.



Die Fingerkuppen brennen, die linke große Zehe leidet unter einer Blase, die Unterarme sind ein wenig beleidigt, im Gesicht finden sich Spuren erhöhter Sonneneinstrahlung und die Oberschenkel ziehen.

Wochenende war. Ahja.

Neuer Singletrail entdeckt, alten Gletscher fotografiert.

Beentheredonethat.

Friday, September 21, 2007

Schneggen-Schäfer

Hello, Hello

eigentlich wollte ich über einen extremen Menschen berichten. Es gibt ja viele extreme Menschen, die einen die keinen Schlaf brauchen, die anderen die nur schlafen und wieder andere die alles extrem machen, was sie machen. Zum Beispiel eben einer, über den ich schreiben wollte, der alles extrem macht, so richtig extrem lange schläft, extrem scharf kocht, extrem die Fenster mit Gardinen behängt, extrem Fahrrad fährt, extrem Kaffee trinkt, extrem .. extrem...
Naja aber eigentlich kann ich euch auch erzählen dass es beim Klettern schon empfindlich kalt werden kann. Zwar noch nicht extrem kalt, aber unangenehm kalt an Zehen, Fingern und was sonst noch so ungeschützt herum ist.
Aber noch eigentlicher wollte ich von einem wirklichen so genannten social event berichten. Jedes Jahr am 19. September ist TALK LIKE A PIRATE DAY.
http://www.talklikeapirate.com/
Natürlich haben wir wie immer unsere piratigen Floskeln sprudeln lassen, ich hab mein Messer gewätzt ... Aye, Aye
Dann noch viel Spaß und sagt dem Smutje er soll die Schillerlocken nicht zu den Haien Schicken, oder wenn wir´s auf Englisch sagen wollen, Arrr smartly me lass!
Es gibt dennoch immer wieder lichte Momente inbetween all these willowhisps.
C.f.
PS: und was ein SchneggenSchäfer ist, das erklär ich das nächste mal, aber es hat was mit Gardinen zu tun,....

Wednesday, September 19, 2007

Pamphlet der Wüstung

Wie heißt´s so schön im FourNonBlondes-Song Whats Up? I´m feeling a little peculiar,... Ja und heute bin ich mit dieser Melodie aufgewacht, eigentlich fast schon der Soundtrack der letzten Tage. Der Herbst liegt in der Luft, die Blätter lassen ihre Blattscheiden verschleimen um sie schleunigst loszuwerden. Ja Blätter haben es leicht, einfach den Saft raus und ab die Post. Weg damit. Genau das hab ich mir heute auch schon gedacht, weg mit den Altlasten, weg mit dem Geschreibe, die Überlegung war, das Piratendasein für eine Zeit an den Nagel zu hängen.
Da es aber eine Symetrie in jedem Ding gibt, auch, oder gar besonders im Beenden von Dingen, kann ich jetzt wenn die Herbststürme wieder aufziehen und es tausend Sachen zum Drüberschreiben gibt nicht die Jacke an den Nagel hängen und leise Servus sagen. Das wäre ja nicht der Stil, der gewohnte Stil eines Piraten. Leise Servus, schon gar nicht.
Menschen schreiben Bücher weil es ihnen ein Anliegen ist, Menschen malen Bilder um an etwas festzuhalten, Menschen versuchen sich an Herausforderungen um daran zu wachsen. Wenn man nun nachdenkt, warum denn all dies geschieht, kann man mit vielem argumentieren. Sei es der kindliche Forscherdrang, sei es der rationale Erhaltungsgedanke, sei es das Fortbestehen in Erinnerung, oder gar nur der reine evolutionsbiologische Hintergedanke im Sinne von Survival of the fittest. All dies und viel mehr kann Motor der Bewegung sein. Stillstand gibt es kaum einen mehr. Jeder Mensch versucht sich daran. Wenn man nun erklärt bekommt, dass man vergessen wurde, schmerzt das nun umso mehr. Der Künstler, der vergessen wird, war nie einer, soll einmal einer gesagt haben. Wer dies gesagt hat, ist vergessen worden. Vielleicht hat es auch noch nie jemand gesagt.
Vergessen wurde und wird in heutiger Zeit viel, auch wenn immer ständig Neues geschaffen wird. Auf Altes wird gern vergessen. Oft ist dies auch nicht schlecht, wenn es sich um alte Anschauungen handelt, aber wenn man auf Menschen vergisst, die einem einmal wichtig waren, sollte man sich an der Nase nehmen.

Nun es ist sicherlich nicht jedermanns/fraus Sache, sich jeden Tag zu erinnern, man lebt ja bekanntlich in der Gegenwart und gottseidank nicht in der Vergangenheit, aber vielleicht wäre es oft mal nicht schlecht, tiefere Beziehungen nicht wie ein Fastfoodgericht abzutun. Fastfoodbekanntschaft, wer bist du, was bringst du mir in diesem Moment, wie kann ich aus dir mir einen Vorteil verschaffen. In diesem Moment bereuhe ich gerade all diese vermeintlichen Fastfoodbekanntschaften und all die Energie die an sie verschwändet habe. Der Herbst ist Sturmzeit, es gehört wieder einmal gehörig aufgeräumt, und diejenigen Fastfoodbekanntschaften, die sich nicht mehr erinnern, weil die Zeit abgelaufen ist, die gehören rausgeschmissen. RatzFatz.

So nun genug mit dem Weltschmerz, nun genug apocalyptischen Gedanken, die Welt dreht sich weiter, das wird sich so schnell nicht aufhalten lassen. Wie heißt´s weiter im FourNonBlondes Lied, What´s going on,... what´s going on?
C.F.

Friday, September 14, 2007

Dschungel-fieber

Fieberarten gibts ja viele. Reisefieber zum Beispiel, die einen Freibeuter ziehen nach Namibia, die anderen angeführt von Fausto dem Schreckliche und Honsai sind an Thailändischen Gewässern zum Messerwetzen, wieder andere Flittern auf Sardinien und die anderen sind in Korsika um auf der rechten Seite der Straße zu brausen.

Aber auch Dschungelfieber gibts, auch wenn man nicht verreist. Wenn man in der Heimat, ich weiß ich wiederhole mich aber Heimat ist als Begrifflichkeit nicht einfach zu fassen und definiert sich von einem zum anderen sehr verschieden, den Dschungel sucht, findet man ihn. Die Abenteuer liegen sozusagen immer vor der Haustür, nur die Art und der Ort der Haustür sind die Variablen beim Abenteuer. Holztür und kalt- Nordhalbkugel, Bambus-blumenkettentür und heiß- Tropen, weise Möbel und großblonde Mitbewohnerinnen- Schweden, dunkle gediegene Möbel mit leichtem Hauch von Gauloises der schwarzhaarigen Mitbewohnerinnen- Frankreich, rotweißer Bettbezug stramme Wadel- Berghütte irgendwo alpin, leicht säuerlicher Geruch und/am Moskitonetz- Bovec Tonis Camp, Steinbruch und Feigenbaum vor der Haustür- Ort des schlechten Fischs: Bad-H(a)ering, Mövengekreische und Glen Morangie in der Nase- Aberdeen, usw. Wie die jeweiligen Abenteuer aussehen, ist immer von der Crew abhängig und vom Ort, nur man darf nie stehen bleiben, man muss immer weitergehen.

Man darf sich nicht festhalten lassen, sonst wird nichts aus dem teuflischen Plan. Ebensowenig darf man erschaudern, wenn man zufällig schamhaarähnliches gekrümmtes Haar am Plafond wiederfindet, da einem sicher nicht gehört. Des weiteren darf man keine Angst vor Eisbären, Küstenwüsten, Beereneis, wüsten Küsten, polaren Fuchsien, Eisblumen, fallendem Laub, roten Karten, gelben Verweisen, vergilbten Weisheiten, alten Aussichten an nebeligen Tagen, tropischem Fusspilz, Eierschwammelen und den grünen Mambas haben. Nur dann, wenn man eh schon macht, was man will, dann vielleicht, aber nur vielleicht, geht was weiter.
"Woher diese Haare in diesem Auto kommen, will ich nicht wissen, ich weiß nicht mal wie ich in diese Auto gekommen bin, nur im Hier und Jetzt war es wahr,..." sagte der alte Mann auf der Rückbank und kratzte sich wieder an der Nase, so als ob es das einfach Einfachste der Welt wäre, die ist ohnehin nicht schwierig genug, sich mit dem großen Zehen selbst an der Kniekehle sich selbst zu kitzeln.

Liebe Grüße an das Kreuz des Südens, den Polarstern wirds dann wohl noch später auch noch geben.
c.F.
PS: oft ist man verwirrt bei dem, was man so an so manchem Herbsttag so erlebt.

Monday, September 03, 2007

September und die gloreichen Sieben

September, eigentlich der Siebte im Jahr, bringt wie immer schlechtes Wetter in den Alpen. Warum soll ich hier über das Wetter schreiben. Über was schreibt man im September? Zukünftigkeiten haben hier ja auch keinen Platz, deshalb soll Vergangenes abgehandelt werden. Vergangenes hat einen subtil-negativen Beigeschmack, aber muss nicht immer negativ sein.

Aber immerhin wollte ich über die gloreichen Sieben berichten. Ja damals waren die Dendroboys, Wiki und die Starken Männer, ... alles andere als kleine Geschichten. Aber hier neu: das Zusammentreffen der Gloreichen Sieben, der letzte große gemeinsame Abend, so als gäbe es kein Morgen mehr, war wahrlich gloreich.
Wer waren die Cowboys? Mit dabei waren Honsai, ein Mann wie ein Baum; Simon the Bee, der, der mehr Honig als Bier trinken kann; Lentschilotta, the yellow submarine; Simonai, der Regiekönig: "iatz schaugn mir alle sexy"; Lisalotta, die auch noch im Morgengrauen um Cola-braunen Saft für ihren Bacardi bettelt um die Büsche "mit ohne" Paddeln wieder zu verlassen; cF, der auch mitohne Hände draufkommt, dass man mit dem Kopf bremsen kann; lastbutnotleast Karle, der König mit seinem Thron, der der seine eigene Küche auf seinen Schultern tragen kann.
Da waren sie nun, die gloreichen Sieben, bereit für alle Schandtaten unter der südalpinen Hemisphere. Es wurden Zelte eingeweiht,Crepes gefuttert, Bussitze und Campingstühle getestet, die Polizei ausgetrickst, mit Booten durch die reißenden Fluten gestochen, Fische filetiert, Speichen abgerissen, Höhlen erforscht, nachbarliche Alarmanlagen übertönt, Schilder übersehen und negiert, die Yatzkikönigin gekrönt, die dichteste Plane gekrönt und vor der Verblasung festgehalten, es wurden Katzen geworfen, mit Tajan und Polona balkanisch gefrühstückt, es wurden Pläne ge-schmied-et(was auch immer das heißen mag), auf Damenhöhe gebrügelt (was heißt das schon wieder), die Fetaki-industrie angekurbelt, Bier aus Flaschen-Dosen- und mit Zwetschgen getrunken, die italienische Kaffeemaschine immitiert, gerudert was das Zeug hält, geradelt auf Umwegen und Unwegen, Fledermäuse gefangen und mit Stirnlampen gegrillt, ... am Ende stand der Weltrekordversuch des ein Kirschkompott und 60 Zwetschgen mit drei Tassen Zwetschgen-Lassi gleichzeitig zu verdauen.
Jaja, alle genauen Details dieses vergangen Abenteuers erfahren Erfahrene sowieso, ... die Liste wäre noch unsäglich verlängerbar! Und wer es nicht glauben kann, der soll das nächste Mal mit an Bord gehen!!!

Nur noch eins, du lieber Sharanfahrer aus der Welt.Statt. Innsbruck, dir wünsche ich viel Glück auf deinen weiteren Weg, kauf dir noch ein größeres Kreuz, das du dir in die Windschutzscheibe hängen kannst, du kannst es brauchen. Vielleicht bekommst du eins beim Papstonlineshop, ein spezielles, das den Gehirnaustritt bei Frontalcrash minimiert.

Soweit, das ist nun genug,... ich freu mich auf Zukünftiges und freu mich immer wieder daran Vergangenes zu beäugen, besonders wenn Vergangenes mit so tollen Leuten verlebt wurde, wie mit den Gloreichen Sieben!

Keep the wind at your back, the sun in your face, and haul away, haul away!
It was a pleasure to have been with you in a mighty country spending a too short but real great time. Keep it going, and stay as you are, pirate friends you are,...
cF

PS: Karle, hosch du a Kola do? (04.00)
PS2: Ja, ich allein hab meine Isomatte gesprengt! Ich sag nur: whuuuupppp!