Sunday, October 28, 2007

Der Barbier und der Troubadour

Ja. Ich gebe es zu, manchmal ist mir nach schreiben. Manchmal versteh ich dann die Welt nicht, und dann sollte man schreiben. Die Winterzeit wäre auch schon wieder im Land, der Gugelhupf im BAckrohr und der kummulierte Sonnenbrand des Sommers wieder aus dem Gesicht.

Und da will einer behaupten, dass ER meine Insiderschmäh nicht versteht. Jetzt machen wir einen bilateralen Insiderschmäh und nur wir beide verstehen ihn (den Schmäh). Kurzum der war nur für dich. Liebe Grüße an deine Mitbewohner.

Es war schon eine herausragende Party. Das Publikum war buntest, von Polyester, über Zellofan war alles da, nur warum sie immer so unrund gezwinkert hat, weiß keiner.
Lancelot hat in der Tür seine Ritterlichkeit verteidigt, die Lockenfrau erobert.

Mehr will ich nicht sagen. Nur dass sie immer geschaut hat, als ob ich was von ihr wolle, aber eigentlich glaube ich, dass sie nur die Tatsache, dass sie mit einem Schlag kurzsichtig war nicht verkraften können, deshalb hat sie die Wand hinter mir fokusiert. Und insgeheim doch nur mich angestarrt, zwar unscharf, aber immerhin.

Der Oktober wird dann wohl bald vorbei sein.
solong,
f

Thursday, October 18, 2007

Rückfall

Heute nur kurz- ich hab wieder mal ein sehenswertes Video bekommen- da kann man die Englischkenntnisse und vor allem die einzig richtige Aussprache live erleben.
http://www.youtube.com/watch?v=Kqy9hxhUxK0&mode=related&search=

und ich glaube ja immer noch, diesen Vogel zu kennen. Es war derselbe der immer an meiner Dachrinne gekratzt hat. Ich hab ihm damals schon gesagt, er solle etwas gescheites lernen und nun, jetzt ist er mit Transfetten verseuchtes Fastfood und muss dieses dazu noch stehlen!!!
Ich glaubs ja kaum, aber das ist einfach good old Aberdeen!
In Scotland even the seagulls hae characters.
c.F

Wednesday, October 17, 2007

und täglich grüßt das Murmeltier

Murmeltiere sind schon feine Tierchen, sie verschlafen die halbe Saison, also in der Zeit in der ich mich nicht halten kann, weils so schön kalt ist und Schnee, und all das und so weiter.

Und trotzdem mag ich sie.
Heute mag ich nicht auf irgendwelchen Köpfen rumhauen, meine Abgesang auf das Alpenland hab ich heute schon vollzogen, meinen Frust in Freude umgewandelt, Schönheiten der Welt entdeckt und mich für andere gefreut.
Ja heute ist die Welt für ganz kurz stillgestanden, um 17.05 am 17.10.2007! Wieder ein knapp verfehlter Blitzschlag.

Ebenfalls war ich heute schon wieder mal hilfsbereit, hab einer wildfremden Autofahrerin den Fernseher ins Auto gestellt. Ja so kanns einem gehen und schon hat man einen Fernseher im Auto.

Und ich hab mir geschworen auch wenn die Tage nun eklatant kürzer werden, weder mich an meiner Alterung zu ergötzen noch in Panik zu verfallen, weil ....

Wie heißt so schön: alles wird gut.
Der berühmte Herr Karl würde sagen: i glaub an ein höheres Wesen. An eine Macht die uns leitet. Schaun´S mi an, was i alles überstanden hab.
Aber über diesen Herrn Karl muss ich noch viel nachdenken.

und am Samstag gibts ein kleines Piratenfest mit Rum, Sauerkraut und viel Piraterie. Aye mateys you are welcome! Lads and Lassies come over for a drink!
Ya C.F

Monday, October 15, 2007

Transrapid

heute hab ich gemeint mich trifft der Schlag. Was natürlich in meinem zarten Alter keine schöne Sache wäre. Ebenfalls vom Blitz getroffen werden, wäre auch nicht nett, egal wie alt man ist. Aber beides wäre mir heute am Vormittag fast wiederfahren.

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Ich konnte heute eine so genannte Wiedergeburt erkennen. Nein nicht Lourdes, Maria Locherboden und so, nein es war jemand aus einer ganz dunklen Zeit. Dunkel- Tolkien-Ringe verbrennen nein auch wieder nicht. Es ist schon verdammt lange her. Und damals wurde mir klar dass das mit den Autoritäten so eine Sache ist. Besonders wenn so genannte Sitzriesen sich aufplustern und einem weil höher ob auf den Kopf....
Und genau so einen hab ich heute wieder gesehen. Er hatte dieselbe Stoffblousonjacke (ist das eine Tautologie wie weißer Schimmel=Pferd hell), die gleichen von Mami geputzten Schuhe, den gleichen Haarschnitt wie sein Y-Chromosomspender, den gleich schleimigen Gang leicht schlurfend, die Schuhe waren an den Fersenaußenseiten abgetreten vom vielen Teppichboden.

Dieser Abläger des Herrn- wie nennen wir ihn denn- ?- verhielt sich ganz gleich, er stellte sich nicht an wie jeder andere, nein er stieg hinten in den Bus ein um neben seiner leichtbepickelten Angebeteten zu sitzen. Handschweiß vorprogrammiert, Flüssiges woanders auch, da wo er sich nur Freitags am Waschtag waschen darf sowieso. Er hielt seine Nase, die sein Erzeuger in gut germanischer Manier immer noch Gesichtserker nennt, hoch in den Herbstwind, entstieg dem mütterlich beheizten Auto, das ihn in aller Herrgottsfrüh die 250 Meter von der Haustür zur Bushaltestelle transportierte. Durch die Heizung transpirierte es sich noch leichter.
Er grüßte recht freundlich die älteren Damen die er von seiner Freiwilligkeit kannte, dachte sich- die alten Schachteln sollen besser stehen, dann heilt die Prothese besser ein- und besetzte steif und fest seinen Sitzplatz.

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Was war daran, war es die Wagenfarbe, der er entstieg, oder nur der morgenliche Busheizungsinduzierte 50 Grad Celsius Hitzegradient von Oberschenkelunterseite zu Oberschenkeloberseite, oder einfach die Gegebenheit- müde- gut gelaunt- alteZeiten und schlechte Erinnerungen.

Aber dieser eine Herr ist mir sicher noch eine gute Geschichte wert. Falls wer denjenigen wiedererkennt, bitte melden, dann anonymisier ich ihn ein wenig weiter.
Sars.it.
c.F

Monday, October 08, 2007

yepp

Im Radio läuft "I wanna be a dog". Sie erzählt von der Mittelmässigkeit. Die Wände werden grauer. Niedriger und modrig scheinen sie zu sein. Einfach abgewohnt, sie erzählt von der guten alten Zeit. Scheinbar hat sie auch einen blauen Himmel vernommen. Da waren überall Sterne, nicht so lichtverseucht wie bei uns in der globalisierten Welt, wo wir mehr Autos haben als Fussgänger. Er sitzt nickend in der Ecke, ein wenig als ob ihm die ganzen Geschichten einfach zu einfach wären. Es scheint als wäre er lieber noch weiter weg, als er schon ist. Und die Cocktails an der Bar waren uuuursuper, und der Barkeeper, ich hab immer Brad zu ihm gesagt und es hat ihm gefallen, hat mir gefallen, und er hat immer gelacht wenn ich Brad noch einen Cocktail bitte gesagt habe. Und der Strand ganz weiß, so weiß und weit wie man ihn nur auf den Postkarten kennt, echt schön. Er nickt weiter und trinkt aus einer Mineralwasserflasche. Irgendwie beschäftigt ihn der Rest der Flasche viel mehr, als die Strandgeschichte. Irgendwie scheint es sie aber nicht zu stören, dass er sich langweilt und nur an eine andere Welt denkt.

Er meint dann wir hätten nicht gemeinsam auf Urlaub fahren sollen. Du wolltest nur ausgehen und ich war nur an den Sehenswürdigkeiten interessiert. Es war von vornherein verfahren.

Und dann kurz danach trennen sich ihre Wege. Er versinkt in seiner Strebsamkeit nach Sehenswürdigkeiten und sie ertrinkt im Sonnenuntergang nach dem siebten Cocktail von Brad. Er heißt in der nächsten Woche Jack, und danach Julian. Irgendwann wird er auch den Eifelturm sehen.
Dann kann er sagen, ich war da.

Tuesday, October 02, 2007

200!

Ja das ist der 200.ste Post in diesem unsäglichen Blog. Gratulationen nehm ich keine entgegen, wofür denn.
Wer kennt das nicht, man macht dauernd was, aber irgendwie schaut wenig raus, man kann nichts angreifen, nichts festhalten, nichts herzeigen. So ist es eben bei Kopfarbeit. Aber immerhin denke ich weiter nach, und werde auch weiter posten, es wäre ja schade, den einen oder anderen Schmunzler nur allein zu genießen.

Sonst, ja sonst ist alles klar wie herbstlich frühmorgenliche Luft. Die Jahreszeiten scheinen in allen Belangen verrückt zu sein, die einen meinen es sei wie im Frühling und verlieben sich, die anderen trennen sich, weil´s gerade so herbstelt, und wieder andere schwitzen wie im Sommer wenn es wieder anderen beim selben Gedanken nur so fröstelt. Ob dies Climatechange ist, sei dahingestellt, die Frage nach den neuralgischen Punkten stellt sich immer wieder. Wo sind die Wendepunkte, das fragt sich Pirat, Segler, Mathematiker und Zukunftsforscher, genau um die wird es sich drehen. Meint man.
Kurzum es ist wieder Oktober, normal ein Monat wo viel beginnt und noch mehr endet, der Oktober ist in vielen Belangen der echte Jänner.

Just for my english readers: this is post number 200. Life seems to be mixed up, still the same taste but complete new ingredients. Sometimes its easier to express something in a foreign language than in mothertongue. There is not much to tell, i´m still writing my things, doing this and that, getting forward slowly but steadily. And i´m planing to get back to Scotland sometime in the near future.
That´s all i can tell.
Take care, take your time and look out for the own way, its gonna be out there.
C.F