Thursday, May 29, 2008

Status Bockwurst

Über Tirol legt sich das vermeintliche Eurofieber. Es ist heiß. Es sei Sahara. Sagen sie zumindest, dass die Trübe in der Luft Sand aus der Sahara sei. Drücken soll sie auch noch die Schwüle.

In der Weltstatt Innsbruck werden Sandhäufen geschüttet, böse Zungen sprechen- solange sie noch können- von der weltgrößten Katzenkiste, nur die Katzen fehlen noch. Sonst wird in der selbsternannten Sportstadt alles verboten, was man gratis tun könnte. Man muss sich immer registrieren, man muss immer zahlen und man muss immer konsumieren.

Ganz zu Schweigen wäre über den Tiroler Wahlkampf. Deswegen schweigt man lieber. Warum soll man denn sich verlieren über Dinge- dramaturgisches Schweigen an dieser Stelle.

Co-Piraten packen ihre Koffer. Sonst rollen die Steine wie gewohnt. Sommer solls sein. Feinstaub liegt in der Luft, der Saharasand wird zum Sand im Getriebe. Getriebe- ein Wort mit vielen Bedeutungen. Das Getriebe- Auto und Co. Das Getriebe- dort trüben hinter der Hecke sind zwei und machen quietschende Laute- Das Getriebe- das was in kürze von den Veranstal(l)tern erhofft wird. Das Getriebe- Schafe, Kühe und Pferde auf die Alm verfrachten solange Touristen da sind zu fuss später dann mit dem größten Traktor den man kaufen kann.

Und by the way- drei Stöcke unter mir schremmt einer inbrünstig!

Friday, May 23, 2008

Dada gibts Biobockwurst

Schon seit Tagen dachte sie darüber nach ob es denn wirklich die beste Entscheidung gewesen ist. Sie saß andächtig auf ihrem klapprigen Klappsessel und versuchte den an dem Wasserhahn hängenden Wassertropfen zu beobachten. Vielleicht erschließe sich daraus ja eine Erklärung.
Vor einiger Zeit ist sie aus ihrem Heimatort weggegangen. Sie zöge in eine große Stadt. Die Stadt war ihr erträumtes Traumgebilde, dort soll´s dann sein, dachte sie, oder zumindest träumte sie dies. In der großen Stadt war dann alles auf einmal wirklich groß. Die Abstände zwischen den Menschen die sich jeden Tag begegnen, der Geruch der zum so genannten Großstadtflair dazugehörte, wobei ihr schon klar war, dass ein Geruch niemals groß sein konnte, eher stark. Also war die große Stadt auch eine starke Stadt. Die große Stadt war dann schließlich so stark, dass sie ihres eigenen Idioms nicht mehr vermochte. Sie getraute sich nicht mehr ihrer Herkunft entsprechend zu entsprechen, da wurde aus Bärendreck Lakritze, aus Paradeisern Tomaten, aus dem vermeintlich freundlich vertrauten Grüss dich ein erhabeneres Grüss Gott oder gar ein pauschales Hallo. Die Berge in ihrem Herzen wurden eingestürzt, die Wurzeln abgesägt, der Heimat entsagt.
Ihre engste Vertraute, die sich ihreszeichens als die beste Freundin bezeichnend bezeichnete, war ein Mensch der großen starken Stadt. Die beste Freundin schrieb ihren Namen immer in Großbuchstaben, weil sie sich daraus mehr Wertschätzung erhoffte, ebenso bezeichnete die beste Freundin ihre instrumentalisierte beste Freundin als BergbäuerInnentochter. Sie spendierte ihr einen Großbuchstaben zur Eingewöhnung in die große starke Stadt.

Sie hatte den Charme eines großen starken Flughafens. Viel zu sehen aber unpersönlich. Ein Durchgangsort, nichts für länger. Sie wollte ja immer mit einem Auto verglichen werden. Da wäre sie dann am liebsten ein Transporter gewesen, weil sie eine Schwäche für nützliche Dinge besaß. Aber niemals zuvor wurde sie mit einem großen starken Flughafen verglichen. Immer war dieser Vergleich ihr sympathisch. Weil große starke Flughäfen nie und nimmer unnütz sein werden und schon gar nicht verspielt. Irgendwann früher hatte sie die Idee etwas für sie vollkommen unnützes zu tun, eben in eine Stadt zu ziehen und dort noch unnützer Ethnologie zu studieren. Auf die heimatliche Frage was denn das solle, antwortete sie dass Volkskunde für sie immer schon wichtig war.

Nach langer erdrückender Zeit in der großen starken Stadt fand sie dann doch noch eine Bestimmung. Sie war ja schließlich wortgewandt und konnte gut verkürzt etwas darstellen. Deshalb durfte sie die Tagesreklame an einer Leuchtreklame gestalten. Sie fand Gefallen an ihrer neuen Aufgabe, spielte mit Farben, Wortlauten und zauberte immer wieder ein neues Lächeln in die Gesichter der vorbeiziehenden Taxilenker.

Zu guter letzt schrieb sie ihm einen Liebesbrief. Liebster, ich hänge an dir wie der Wassertropfen an meinem Wasserhahn.

Dies war der Auslöser ihres emotionalen Zusammenbruchs. Die große starke Stadt hat sie besiegt. Verspielt sozusagen. Nie wieder lächelte der iranische Taxilenker aus Protest gegen die Abstumpfung der neuen Reklamewerbe.

Tuesday, May 13, 2008

Gepatschferner




So sieht es aus wenn man den zweitgrößten Gletscher Österreichs überquert. Von wegen flach.


Man kann es drehen und wenden, aber der Sommer ist immer näher herangerückt und die Blumen blühen unaufhaltsam.




Fein ist wenn man Zeit zum Lüften findet. Sagt man. Zumindest.

Monday, May 05, 2008

Jippieihej!


Scheint so als sei Frühling in diesen Breiten. Nur das mit den gegenwärtigen Frühlingsgefühlen scheint nicht jedem einzufahren. Was solls- das Leben läuft ohnehin weiter und Fische gibt es genug im Ozean.

Ja ich wollte eigentlich von meinem letzen Abenteuer in den Hohen Norden berichten, aber das mache ich dann wohl lieber persönlich und nicht via Blog. Kalt wars, extrem windig, viel Schnee, gute Stimmung und einfach eine andere Welt.

Die wilden Schidoofahrten über den Gletscher, die noch wilderen Abfahrten mit den Schiern über den Gletscher, die langen Abende, die immer kürzeren Nächte und der heimelige Rythmus- all das wird bleiben.

Lost in Translation war Programm- aber das scheint so zu sein.