Sunday, July 20, 2008

Sodala- es ist Sommer

Worüber soll man schreiben- es passiert nicht viel. Fausto ist kopfüber in Aussieland und bereitet sich auf seinen ersten Boxkampf mit einem Känguru vor. Die Mandarinriders sind back in Scotland. Lisalotte hat Charlie verlassen und dingelt mit einem Boot irgendwo in italienischen Gewässern herum. Die einen faulenzen und tauchen in Thailand. Wieder andere trinken Bier in Irland. Andere pendeln nach Italien, andere leben und lieben in Tirol.
In Vorarlberg ist glücklich. In Wien wird gewählt.

Und wir setzen über nach Lappland. Zum Rentierfleisch. Preisselbeeren, Polarfüchse, Sami und Weite. Hiermit ist das Postingloch erklärt. Wenn man sich Pirat nennen will, muss man reisen und abenteuern. Deshalb gibts in den nächsten Wochen keine Updates. Aber dann gibts Geschichten von Wikingern, von Pippi Langstrumpf, Blonden und Blondinen. Ebenso wirds dann eine Zusammenfassung geben von Outdoorkochkünsten.

Also- liebe Grüße, der Wind möge mit euch bleiben, die Sonne im Gesicht, das Salz auf der Haut, ...

Ahoi-
c.F.

Monday, July 07, 2008

Es ist

Sommer und es regnet. Na wunderbar, oder? Naja- letztens hab ich so einiges erlebt mit dem Regen. Einmal bin ich hinter einer Britin durchs Tiroler Heidekraut hergestiefelt und es hat geregnet. Das schottische Blut ist wieder voll eingeschossen und hat ein altes Herz belebt.

Und noch mal letztens hat sich jemand in meinem Garten bei strömenden Regen in voller Goretexpanier hingesetzt zum Kaffeetrinken. Dieser vermehrte Niederschlag treibt seltsame Blüten.

Und jetzt regnets immer noch. Aber gejammert werden darf nicht und wird nicht.

Ich darf auch an dieser Stelle den neuen "Piratenblog" von Fausto dem Schrecklichen vorstellen.

http://fartingfausto.blogspot.com/

Und dort "unten" regnet es ja auch. Oder wieder.

Und dann möchte ich noch die Frage in den Raum stellen: warum ist Australien immer unten und Norwegen immer oben? Bitte keine zentristischen Antworten. Es geht um das Gefühl.

Wednesday, July 02, 2008

Die Neue


Er sitzt vor dem Haus auf der Bank und schaut in den Sonnenuntergang. Jeden Tag geht die Sonne immer unter. Man müsse nur der Sonne nachreisen dann hätte man einen ganzen Tag lang Sonnenuntergang. Und just in diesem Moment, obwohl gerade die Sonne unerbärmlich auf seinen Kopf herunterbrannte, musste er wieder an den Sonnenuntergang denken, der gerade irgendwo auf dieser Welt stattfinden soll.

Die schwere Brille, ein Hybrid aus Fahrradrahmen und Hornbrille Typ Pseudointelekt- hing nur mehr an den Ohren. Die vergilbten Brillenrastflügel die die Brille auf den Nasenflügeln tragen sollten waren die Kontaktstelle zwischen Realität und seiner Welt. Heute an diesem heißen Tage waren sie auch Schweißaustrittsstelle. Langsam bildete sich immer wieder der Schweißfilm unter seiner Brille. Die Zigarette im Mundwinkel sollte die letzte sein, bevor die Sonne irgendwo untergegangen ist. Aber immerhin kann man ja aufgrund der neuen Sonnenuntergangstheorie immer wieder eine Sonnenuntergangszigarette zelebrieren.

Ihm gingen die Gedanken an die Heimat nicht aus dem Kopf. Dort wo es in seiner Kindheit so schön war, dort wär er jetzt gern. Weit weg von Hektik, Trubel und Geschäftigkeit. Was ist wohl aus seiner Heimat geworden. Er als Heimatloser krankt an seiner Entwurzelung.

Zum Heimatschmerz mischte sich die immer wiederkehrende Trennung von der Zigarette und der nicht enden wollende Schweißfluss unter seiner Brille.

Dann beschloss er mit der Trauer zu brechen- kein Heimatweh mehr, keine letzte Zigarette. Er nahm die Brille vom Kopf, tappte einmal links zur Hauswand und verschwand im Dunkel des Flurs. Er genoß die kühle des Hauses, legte sich schlafen und beschloss aufrichtig zur neuerlangten Kurzsichtigkeit zu stehen und die Unschärfen seines Lebens zu genießen.

Es kann ja auch schön sein.