Monday, September 29, 2008

Panda-

Sodala- heut ist mir geschossen, dass es in Österreich bald wichtig sein könnte KungFu zu beherrschen- deswegen möchte ich jeder und jedem den folgenden Link ans Herz legen.

http://www.vingtsun.at/

Manchmal ist´s schon eigenartig, - wohin es einen treibt.

Kungfugrüße übersende ich allemal.

Wen es interessiert: das Wochenende war schön- der Fels war in der Sonne warm und im Schatten gefroren. Konglomerat ist das beste was man finden kann. Zwei O deshalb rund. Die Klettereien ein echter Wahnsinn- ich stehe mit meiner linken Zehe auf einem Kieselstein der mich 25 Meter über dem Boden hält- Konglomerat eben. Wunderbar. Die Sonne im Gesicht und die Luft unter den Sohlen.

Thursday, September 18, 2008

Nun denn

hier sei es festgehalten- es gibt kulinarisch nichts schlimmeres als kalte Pommes.

Mehr will ich heute nicht schreiben.

Thursday, September 11, 2008

zweiter Teil

nach der kurzen Verwirrung in Norwegen schauckelte uns der Zug in knapp 20 Stunden von Narvik nach Stockholm.
Kurz vor der schwedischen Grenze stoppte der Zug. Ein eigenartiger Sound. Dann viele Durchsagen in schwedisch. Ein freundlicher Schwede übersetzte uns- wir wussten daher dass wir im Cafe ein gratis Sandwich bekommen werden und dass versucht werden wird die Leitung zu reparieren. Naja uns war´s egal, wir wussten uns in Sicherheit und wir mussten keinen Anschluss erreichen.
Der Zug brachte uns dann wirklich nach Stockholm, wo wir wieder voll in der Zivilisation ankamen. Kurze LAgebesprechung und wir setzten unseren Weg nach Utö fort um dort zu radeln was das Zeug hält. Dass Sulkies ein Wunderding der Technik sind- wissen wir seit Utö.

Dass sich die Schweden vor den Russen fürchten und wir im Wald von Sprengungen, Schießübungen und Blondschöpfen in Panzern überrascht werden wussten wir nicht vor unserem Aufenthalt auf Alö. Da war ein einsamer Strand, zwei Fahrräder, viel Wind und ein Zelt.

Was in Fjärdlong los war kommt später.

Verwirrung

Missverständnisse sind die Grundsteine eines Konfliktes.

So scheint es zu sein. Wenn man immer nur das beste machen würde, dann wäre die Welt eine gute. Aber immerhin heißt´s dann immer wieder: es menschelt. Menscheln. Wenn man ewig lang nur mit Menschen zu tun hat mit denen man sich versteht- Freunde zum Beispiel- und sich daran gewöhnt hat, dass man eigentlich jegliches Problem einfach aus dem Weg räumen zu können, dann kann es einen schon verwirren, wenn es wieder einmal menschelt.
Da schreien verkappte Generäle bei Besprechungen als ob sie zu einer Meute gehörloser Rekruten sprechen würden nur weil sie meinen die alleinige Wahrheit zu kennen. Dann wieder werden Menschen, die wirklich motiviert sind und wirklich wollen und können, von Mitschwimmern mit so genannten Verbindungen rechts überholt. Und dann bekommt man zur Antwort, dass es eben so ist und dass man sich nicht aufregen soll. "Wer sich´s richtet, dem muss man es lassen!" Dann kommen solche Aussagen, dass man "falsch geboren" wurde. Ein Appell an diese Ideologen- lernt lesen um euch ein weiteres Weltbild zu bekommen. Es gibt auch noch etwas hinter dem Tellerrand.

Aber am Ende wird´s dann immer gut werden.

Sunday, August 24, 2008

erster Teil.

Sodala! Wie ihr bemerkt haben dürftet, ich war ein wenig auf Unternehmung und konnte deshalb nichts loswerden.

Um es vorweg loszuwerden- die folgenden Zeilen sind ein Reisebericht, also jede und jeder darf ihn lesen, kann aber wenn man gelangweilt wird sofort weiterklicken. Hier sind nur kurz ein paar Schlaglichter unserer Tour angeführt.

1. Die Planung. Vorweg war geplant der globalen Hitze zu entsagen und deshalb sich in Richtung eines Poles zu bewegen. Da uns der Norden näher liegt und sich kühler, sprich cooler, anfühlt war die Entscheidung schnell getroffen, wir müssen eben dort hin. Da Norden nur eine Richtung ist und wir nicht wussten wie groß er eigentlich ist, beschlossen wir- meine Wenigkeit mit piratenbräutig charmanter Begleiterin, nennen wir sie beim Namen Lena S., Bekanntes mit neuem zu vermischen.

Also Nordschweden, Lappland.

2. Die Anreise. Nach diversen Ausflügen zu diversen Sportausrüstern und einem ausgedehnten Besuch beim tiroleristen Allzweckfutterverkäufer fühlten wir uns bereit nach Norden zu ziehen. So wurden wir nach Innsbruck gebracht und verließen das Heimatland bei durchschnittlichstem Wetter, kurzum es regnete. Mit einem Onkel nach München und weiter zum FranzJosefstrauß mit der S-Bahn. Dann Stockholm. In Stockholm kurzer Stopp um ein Sight zu sehen und dann in einem Abteil gefüllt mit deutschen Abenteurern nach Murjek. Soweit war unser Plan. Wir planten die deutschen Abenteurer nicht ein, deshalb planten wir im Zug sitzend um, weil dorthin wo die drei Preussen wollten, wollten wir nicht hin, weil´s dort nach ihren Erzählungen nur echten Abenteurern erlaubt ist echte Abenteuer zu erleben. Sie wussten eigentlich eh schon alles- dass Wasser in Karotten nutzlos ist und dass einem die Schnaaaaacken lebendig auffressen werden. Na bravo. Wir trafen dann zwei vermeintliche Cowboys die uns ermunterten ein Stück des Weges mit ihnen zu gehen. Und das war gut so.

So blieben wir einfach ein wenig länger im Zug und gondelten dann nach Ritsem, welches dem bekannten A. der Welt sehr nahe kommt. Hier sei auch der erste Rentierkontakt vermerkt.

Ritsem sei es also, der Startpunkt unserer Wanderung. Oder soll ich hier Abenteuer schreiben. Nun denn es war eine Wanderung, die sich manchmal abenteuerlicher anfühlte als sie war. Wir hatten ob unserer spontanen Planänderung keine Karte für die ersten zwei Tage, aber wir alte Berghasen haben damit ja „kein“ Problem. Dann leckten unsere Schuhe, der Rucksack war mies und alles deutete auf einen abrupten Abbruch des Unternehmens hin. Wir sagten uns jeden Tag: Heute ist ein schöner Tag. Ich sagte jeden Tag mindestens dreimal: Shit- pommes fritt!

3. Die Wanderung selbst.

Nachdem wir uns eingelaufen hatten und wir den so genannten Ponor (Point of no return) überschritten hatten, war uns eigentlich nie klar, dass wir nur mehr vorwärts konnten. Vor uns lag das uns Unbekannte. Samisiedlungen, Duckboards, Sümpfe, Seen, viele Steine, Bäche. Und das alles willkürlich zusammengemixt und auf einer irren Fläche verteilt. Weite Landschaft beschreibt es am besten. Jeder Tag brachte Neues ans Licht. Einmal waren es die kleingekammerten Winkel von Hukejaure, wo wir den Lookalike von Hitler mit seinem Hund Cäsar trafen, dann wieder der falsch eingezeichnete Weg der uns bis knapp unter die Hüfte in den Bach zwängte, dann trieben uns die Schnacken an um in unserer abendlichen Kürbiscremesuppe zu enden. Kulinarischer Selbstmord einer Sechsbeinerin sozusagen. Dann wieder die weiten unendlich erscheinenden Blockfelder des Permafrostes, die Ende Juli noch gefrorenen Seen neben unserem Zelt, die Erkenntnis dass man beim Bau eines Steinmannes erleichtert und psychisch doch am Boden sein kann da man weiß jemand schaut zu. Dann der erhabene Blick hinunter ins Tal. Die weißen Gletscher, die unzähligen Schattierungen der Farben Braun und Grau. Und immer unser Begleiter war die Sonne. Nach ein paar Tagen des Wanderns stoppten wir in Tarfala um uns ausgiebigst zu Saunen. Schön wars, danke. Wie lernten neue Freunde kennen. Kennen einen echten Viking.

Dann ging es schon weiter, auf der Suche nach Zeltplätzen in der Sonne, die verschwinden mochte. Über Hochplateaus, Brücken über wilde unverbaute Flüsse, hinab in Täler ohne jegliche Straße, vorbei an Hügeln, Bergen und Mäandern, über Pässe ging unser Weg stetig nach Norden.

Wir waren ja schon in unserem Norden. Nur weiteten wir unseren Begriff ein wenig aus. Unser Norden verlagerte sich von Tag zu Tag, von Entscheidung zu Entscheidung. Die Sonnenuntergänge wurden immer dramatischer, die Tage kürzer und Zeit schien völlig verloren.

Vorbei an alten Mienen, hinauf zu schwarzen Seen, die in der grauen Umgebung blau leuchteten, immer weiter wurde unsere Weite. Angetrieben von einer unbändigen Neugier, die man niemals zu stillen vermag. Wie wird es wohl sein, dort hinter den Steinen. Wo werden wir unser Zelt heute aufschlagen. Wieviele Menschen treffen wir heute, mehr als die drei von gestern? Alles unnütze Fragen, aber im Laufe der in den Hintergrund getretenen Zeit wurden sie immer wichtiger. Fernab von den Tagesgeschäften. Fernab von der riesen Auswahl in Geschäften, war es schon schwierig sich zwischen drei Kekssorten zu entscheiden. Wir wandelten sicher durch diese Weite, aber nie war uns bewusst wie weit wir wirklich weg waren.

Irgendwann nach ein paar weiteren Tagen in der Weite wurden wir in die Zivilsation ausgespuckt und wir versuchten uns wieder zu organisieren.









4. Das Koma der Lofoten

Es war wahrscheinlich ein viraler Infekt, der uns peinigte. Wir nahmen zwar die Schönheit der Landschaft hin, aber wir wussten nicht was wir damit anfangen sollten. Nach kurzer Komaphase und dem leichten Ärger, dass ein blutleerer Norweger uns um unser Geld bringen wollte verließen wir Norwegen wieder um in Schweden Blaubeeren zu pflücken.

Wir hatten sie alle gesehen, die Deutschen und die Norweger mit ihren Campingmobilen voll mit tiefgefrorenem Rentierfleisch. Blutleer und blass. Blau vom Nikotin. Wir haben auch in Narvik bemerkt, dass es wohl eine Ansammlung schrecklicher Menschen sein muss. Schlimmer als andere Agglomerationen des Schreckens. Schönheitschirurgen würden hier eine neue Spielwiese entdecken. Man könnte dann vielleicht wie durch eine Ausstellung schlendern und sagen: Schau mal Schatz, dass ist die Nase vom Dr. Larsson und die Brüste sind sicher die von Dr. Svensson. – nun Schluss mit der Utopie. Wer teures schlechtes Essen unfreundlich serviert haben will und dabei schöne Landschaft anglotzen- Norwegen.

Ich schreibe hier mal weiter, die Episode im Nachtzug der uns wieder in die Dunkelheit zurückschaukelte sei hier noch verborgen.

… to be continued.

Friday, August 22, 2008

Mein Holunderbaum ist immer noch in voller Blüte

schrieb sie auf eine Serviette im Gasthaus am Eck. Nur war dies im November. Doch es war wahr. Sie litt an kontinuierlicher Zeitauflösung. Sie verlor allen Sinn für Zeit und vor allem den Sinn für die Jahreszeiten. Getrieben schien sie auf der Suche nach wirklichen Signalen der jeweiligen Saison zu sein. Diese Highlights musste sie dann partout festhalten. Deshalb hatte sie sich auch den ersten Mückenstich mit wasserfestem Stift am Unterschenkel eingekreist. Nur wusste sie nicht mehr, dass es der erste Mückenstich war im Sommer vor vier Jahren.
Ihr Leben war nur ein Jahr für sie. Aber immerhin fand sie sich zurecht im Gewirr der Stunden, Tage, Monate und Jahre.

Sunday, July 20, 2008

Sodala- es ist Sommer

Worüber soll man schreiben- es passiert nicht viel. Fausto ist kopfüber in Aussieland und bereitet sich auf seinen ersten Boxkampf mit einem Känguru vor. Die Mandarinriders sind back in Scotland. Lisalotte hat Charlie verlassen und dingelt mit einem Boot irgendwo in italienischen Gewässern herum. Die einen faulenzen und tauchen in Thailand. Wieder andere trinken Bier in Irland. Andere pendeln nach Italien, andere leben und lieben in Tirol.
In Vorarlberg ist glücklich. In Wien wird gewählt.

Und wir setzen über nach Lappland. Zum Rentierfleisch. Preisselbeeren, Polarfüchse, Sami und Weite. Hiermit ist das Postingloch erklärt. Wenn man sich Pirat nennen will, muss man reisen und abenteuern. Deshalb gibts in den nächsten Wochen keine Updates. Aber dann gibts Geschichten von Wikingern, von Pippi Langstrumpf, Blonden und Blondinen. Ebenso wirds dann eine Zusammenfassung geben von Outdoorkochkünsten.

Also- liebe Grüße, der Wind möge mit euch bleiben, die Sonne im Gesicht, das Salz auf der Haut, ...

Ahoi-
c.F.

Monday, July 07, 2008

Es ist

Sommer und es regnet. Na wunderbar, oder? Naja- letztens hab ich so einiges erlebt mit dem Regen. Einmal bin ich hinter einer Britin durchs Tiroler Heidekraut hergestiefelt und es hat geregnet. Das schottische Blut ist wieder voll eingeschossen und hat ein altes Herz belebt.

Und noch mal letztens hat sich jemand in meinem Garten bei strömenden Regen in voller Goretexpanier hingesetzt zum Kaffeetrinken. Dieser vermehrte Niederschlag treibt seltsame Blüten.

Und jetzt regnets immer noch. Aber gejammert werden darf nicht und wird nicht.

Ich darf auch an dieser Stelle den neuen "Piratenblog" von Fausto dem Schrecklichen vorstellen.

http://fartingfausto.blogspot.com/

Und dort "unten" regnet es ja auch. Oder wieder.

Und dann möchte ich noch die Frage in den Raum stellen: warum ist Australien immer unten und Norwegen immer oben? Bitte keine zentristischen Antworten. Es geht um das Gefühl.

Wednesday, July 02, 2008

Die Neue


Er sitzt vor dem Haus auf der Bank und schaut in den Sonnenuntergang. Jeden Tag geht die Sonne immer unter. Man müsse nur der Sonne nachreisen dann hätte man einen ganzen Tag lang Sonnenuntergang. Und just in diesem Moment, obwohl gerade die Sonne unerbärmlich auf seinen Kopf herunterbrannte, musste er wieder an den Sonnenuntergang denken, der gerade irgendwo auf dieser Welt stattfinden soll.

Die schwere Brille, ein Hybrid aus Fahrradrahmen und Hornbrille Typ Pseudointelekt- hing nur mehr an den Ohren. Die vergilbten Brillenrastflügel die die Brille auf den Nasenflügeln tragen sollten waren die Kontaktstelle zwischen Realität und seiner Welt. Heute an diesem heißen Tage waren sie auch Schweißaustrittsstelle. Langsam bildete sich immer wieder der Schweißfilm unter seiner Brille. Die Zigarette im Mundwinkel sollte die letzte sein, bevor die Sonne irgendwo untergegangen ist. Aber immerhin kann man ja aufgrund der neuen Sonnenuntergangstheorie immer wieder eine Sonnenuntergangszigarette zelebrieren.

Ihm gingen die Gedanken an die Heimat nicht aus dem Kopf. Dort wo es in seiner Kindheit so schön war, dort wär er jetzt gern. Weit weg von Hektik, Trubel und Geschäftigkeit. Was ist wohl aus seiner Heimat geworden. Er als Heimatloser krankt an seiner Entwurzelung.

Zum Heimatschmerz mischte sich die immer wiederkehrende Trennung von der Zigarette und der nicht enden wollende Schweißfluss unter seiner Brille.

Dann beschloss er mit der Trauer zu brechen- kein Heimatweh mehr, keine letzte Zigarette. Er nahm die Brille vom Kopf, tappte einmal links zur Hauswand und verschwand im Dunkel des Flurs. Er genoß die kühle des Hauses, legte sich schlafen und beschloss aufrichtig zur neuerlangten Kurzsichtigkeit zu stehen und die Unschärfen seines Lebens zu genießen.

Es kann ja auch schön sein.

Wednesday, June 25, 2008

Piratennews- Nageln Geld und Klimawandel

ja es ist verdammt ruhig geworden auf der stürmischen See. Niemand weiß so recht wo sich dieser verdammte Captain Floggo herumtreibt. Viele behaupten er sei ertrunken, andere wiederum behaupteten er sei glücklich verheiratet und ist nun Palmenbauer auf einer einsamen Insel, wiederum noch ganz andere haben ihn in den Polarmeeren gesichtet um sich sein Leben mit Eisbären zu versüßen. Ich muss ihnen alle ein besseres beweißen- Captain Floggo ist wieder zurück- sämtliche Schandtaten, jegliche Abenteuer werden weiterhin erzählt- aber eines muss man auch einem Piraten zugestehen- man darfs schon mal ruhiger angehen und in weniger stürmischen Häfen fischen.

http://www.youtube.com/watch?v=7ntzBmzj_4g

Mit Sicherheit kommen Berichte: wie besiegt Captain Floggo einen Autohändler- was frühstückt man wenn man keine Blaubeeren pflücken konnte- wie wird man Sachverständiger für Piratenunfälle- warum muss jeder Berg in den Alpen einen eigenen Klettersteig besitzen- und so weiter und so fort

Ja, da ich mich hier öffentlich gegen jegliche weitere Bauten von Klettersteigen ausspreche- ich mir auch nicht Feigheit, Schwarzmalerei und falsche Arroganz unterstellen lassen will- soll hier eine Streitschrift gegen die Verklettersteigung der Alpen entstehen.

Mit Sicherheit brauchts neue Investitionen in die alpine Infrastruktur, aber Erschließung unter dem Deckmantel des Schutzes zu betreiben- ich baue eine Straße damit nicht jeder wild durch die Felder braust- finde ich einfach nicht richtig.
Nicht jeder Gipfel muss mit Stahlseilen und Beton sanft in Form gehalten werden, nicht jeder höchste Berg einer Gebirgsgruppe ist auch deren schönster, nicht jeder Schilift/jede Hütte/jedes Alpengasthaus braucht seinen eigenen Klettersteig. Es scheint eine logische Entwicklung zu sein- der Mensch braucht ein sicheres=kalkulierbares Abenteuer- sonst weiß der Mensch gar nicht mehr, dass er am Leben ist. Und dann kommt dieser verdammte Klimawandel und ruiniert einem die Winter- keine Gäste- kein Geld mehr. Dann müssen wir schauen, das wir mithalten können mit all den anderen Bewerbern die ihre Berge vernageln.

Und genau da wird es sie wieder brauchen- die einen die aufstehen und ihre Meinung sagen- die schon immer gegen jegliche Erschließung waren- hiermit hat jeder der es brauchen kann meine offizielle Unterstützung. Möge der Himmel gnädig sein und die Berge noch mehreren Generationen erhalten- und dass mir ja kein Stein runterfällt!

http://mountainwilderness.org/

ahoi
Cf

Unsichtbar

Es scheint als seien Monate vergangen. Als läge ein Weltmeer dazwischen. Sie liegt auf dem Bett und wischt sich Tränen aus ihren verweinten braunen Augen. Wie konnte das nur passieren, fragt sie immer wieder laut in den scheinbar leeren Raum. Die Hände stützten abwechseln den immer schwacher werdenden Kopf- warum- es sei so perfekt gewesen. All dies, das ganze Bild und die ganze fixe Vorstellung vom Leben und dann so was.

Er sei ihr ein und alles. Immer wieder greift sie sich an die Stirn ob dies wirklich möglich sein kann.
Und ja, so scheints- es ist möglich gewesen.

Und dann spielen sie im Radio den neuen Hit- Life sucks sometimes.

Wednesday, June 04, 2008

Tiroooooool

Zweidimensionale Gesichter schmücken das Land und grinsen zukunftsträchtig einem ins Gesicht. Das es dabei meist um ebenso wenig dimensionale Gesichter geht ist von Vornherein klar. Leere macht sich breit. Nur der Regen kann den Staub der Vergangenheit noch vielleicht wegwischen.

Nebenan gibt es noch neudeutsche Wörte wie Fanmeile, Publicviewarea und Goalgetter.

Immerhin hat noch niemand den Publicviewareas das L gestohlen und sie zu Pubic view areas gemacht. Damit sind dann doch wohl Badezimmer, Saunas, Arztpraxen und Gemeinschaftsduschen gemeint. Wobei ich mir schon vorstellen kann, dass sich da ein Flashmob ausgehen würde. Public-pubic-view-area als neues Wort für Fkkgelände.

Thursday, May 29, 2008

Status Bockwurst

Über Tirol legt sich das vermeintliche Eurofieber. Es ist heiß. Es sei Sahara. Sagen sie zumindest, dass die Trübe in der Luft Sand aus der Sahara sei. Drücken soll sie auch noch die Schwüle.

In der Weltstatt Innsbruck werden Sandhäufen geschüttet, böse Zungen sprechen- solange sie noch können- von der weltgrößten Katzenkiste, nur die Katzen fehlen noch. Sonst wird in der selbsternannten Sportstadt alles verboten, was man gratis tun könnte. Man muss sich immer registrieren, man muss immer zahlen und man muss immer konsumieren.

Ganz zu Schweigen wäre über den Tiroler Wahlkampf. Deswegen schweigt man lieber. Warum soll man denn sich verlieren über Dinge- dramaturgisches Schweigen an dieser Stelle.

Co-Piraten packen ihre Koffer. Sonst rollen die Steine wie gewohnt. Sommer solls sein. Feinstaub liegt in der Luft, der Saharasand wird zum Sand im Getriebe. Getriebe- ein Wort mit vielen Bedeutungen. Das Getriebe- Auto und Co. Das Getriebe- dort trüben hinter der Hecke sind zwei und machen quietschende Laute- Das Getriebe- das was in kürze von den Veranstal(l)tern erhofft wird. Das Getriebe- Schafe, Kühe und Pferde auf die Alm verfrachten solange Touristen da sind zu fuss später dann mit dem größten Traktor den man kaufen kann.

Und by the way- drei Stöcke unter mir schremmt einer inbrünstig!

Friday, May 23, 2008

Dada gibts Biobockwurst

Schon seit Tagen dachte sie darüber nach ob es denn wirklich die beste Entscheidung gewesen ist. Sie saß andächtig auf ihrem klapprigen Klappsessel und versuchte den an dem Wasserhahn hängenden Wassertropfen zu beobachten. Vielleicht erschließe sich daraus ja eine Erklärung.
Vor einiger Zeit ist sie aus ihrem Heimatort weggegangen. Sie zöge in eine große Stadt. Die Stadt war ihr erträumtes Traumgebilde, dort soll´s dann sein, dachte sie, oder zumindest träumte sie dies. In der großen Stadt war dann alles auf einmal wirklich groß. Die Abstände zwischen den Menschen die sich jeden Tag begegnen, der Geruch der zum so genannten Großstadtflair dazugehörte, wobei ihr schon klar war, dass ein Geruch niemals groß sein konnte, eher stark. Also war die große Stadt auch eine starke Stadt. Die große Stadt war dann schließlich so stark, dass sie ihres eigenen Idioms nicht mehr vermochte. Sie getraute sich nicht mehr ihrer Herkunft entsprechend zu entsprechen, da wurde aus Bärendreck Lakritze, aus Paradeisern Tomaten, aus dem vermeintlich freundlich vertrauten Grüss dich ein erhabeneres Grüss Gott oder gar ein pauschales Hallo. Die Berge in ihrem Herzen wurden eingestürzt, die Wurzeln abgesägt, der Heimat entsagt.
Ihre engste Vertraute, die sich ihreszeichens als die beste Freundin bezeichnend bezeichnete, war ein Mensch der großen starken Stadt. Die beste Freundin schrieb ihren Namen immer in Großbuchstaben, weil sie sich daraus mehr Wertschätzung erhoffte, ebenso bezeichnete die beste Freundin ihre instrumentalisierte beste Freundin als BergbäuerInnentochter. Sie spendierte ihr einen Großbuchstaben zur Eingewöhnung in die große starke Stadt.

Sie hatte den Charme eines großen starken Flughafens. Viel zu sehen aber unpersönlich. Ein Durchgangsort, nichts für länger. Sie wollte ja immer mit einem Auto verglichen werden. Da wäre sie dann am liebsten ein Transporter gewesen, weil sie eine Schwäche für nützliche Dinge besaß. Aber niemals zuvor wurde sie mit einem großen starken Flughafen verglichen. Immer war dieser Vergleich ihr sympathisch. Weil große starke Flughäfen nie und nimmer unnütz sein werden und schon gar nicht verspielt. Irgendwann früher hatte sie die Idee etwas für sie vollkommen unnützes zu tun, eben in eine Stadt zu ziehen und dort noch unnützer Ethnologie zu studieren. Auf die heimatliche Frage was denn das solle, antwortete sie dass Volkskunde für sie immer schon wichtig war.

Nach langer erdrückender Zeit in der großen starken Stadt fand sie dann doch noch eine Bestimmung. Sie war ja schließlich wortgewandt und konnte gut verkürzt etwas darstellen. Deshalb durfte sie die Tagesreklame an einer Leuchtreklame gestalten. Sie fand Gefallen an ihrer neuen Aufgabe, spielte mit Farben, Wortlauten und zauberte immer wieder ein neues Lächeln in die Gesichter der vorbeiziehenden Taxilenker.

Zu guter letzt schrieb sie ihm einen Liebesbrief. Liebster, ich hänge an dir wie der Wassertropfen an meinem Wasserhahn.

Dies war der Auslöser ihres emotionalen Zusammenbruchs. Die große starke Stadt hat sie besiegt. Verspielt sozusagen. Nie wieder lächelte der iranische Taxilenker aus Protest gegen die Abstumpfung der neuen Reklamewerbe.

Tuesday, May 13, 2008

Gepatschferner




So sieht es aus wenn man den zweitgrößten Gletscher Österreichs überquert. Von wegen flach.


Man kann es drehen und wenden, aber der Sommer ist immer näher herangerückt und die Blumen blühen unaufhaltsam.




Fein ist wenn man Zeit zum Lüften findet. Sagt man. Zumindest.