Monday, February 25, 2008

Extremer Nachtrag

Da sich am vergangenen Wochenende- das wärmste wohlgemerkt seit den klimatologischen Aufzeichnungen- im Februar ein toller Vorfall zugetragen hat, sei dieser hier berichtet.

Am Aufstieg zum Faltegartenkögele/-köpfel hat sich ein oranger Mann verirrt- Mammutextrempanier- und hat diese auch bei respektiven 15 Grad über Null nicht ausgezogen. Irgendwie haben alle anderen geschwitzt wie nur geht- aber er cool wie immer- steht da in seiner orangen Aura. - extreme Lichtgestalt-


Naja, vielleicht wars auch die Fortbewegungsgeschwindigkeit- extrem- oder besser gesagt seine stoische Gelassenheit in Bezug auf Chillen in der Sonne, aber immerhin war´s nett zum Anschauen. Und fein warm muss er´s auch gehabt haben. -Extrem warm-


Das obige Foto zeigt nicht den orangenen Mann, nein das ist wer ganz anderer- eine die die Nordflanke des Köpfels/Kögeles kennt- und die nie die Konfrontation mit der oberflächlichen Oberfläche meidet. Speed on, speed on!

Wenn wir schon bei Orange als Zustand sind, soll hier noch ein weiteres Bild stehen, das die Zerrissenheit der vergangenen Tage darstellt. Hier die Wärme und dort die kühle weite Verlockung.
Nun denn, jetzt ist genug mit dem Geschwafel- es soll sich wieder Normalität einstellen, die Frage ist nur- wie normal ist die Normal- wer ist die Norm und woran erkennt man diese.
Grenzen verschieben sich, Staaten werden gegründet, Zustände verändern sich- Menschen auch- nur eines scheint immer wieder klar zu sein- die jeweilige Normalität eines jeden kehrt über kurz oder lang zurück.
Oder so.


Beiläufig

Naja, was soll ich schreiben? Immer gut als Einstieg.
Ich könnte ein Bild reinstellen? Naja nicht immer wieder Bilder.

Wen interessierts? Ich habe schlecht geschlafen.
Irgendwann bin ich aufgewacht und habe über Beiläufigkeiten nachgedacht. Es gibt ja eine interessante Tendenz- viele wollen sich abheben von der Masse- Individualisten sozusagen. Kann man jemanden individualisieren indem dieser immer extremere Standpunkte bezieht. Sonderstellung aufgrund einzigartiger Leistung? Naja wie schauen diese aus? Wo sind diese zu finden?
Immerhin habe ich heute extrem schlecht geschlafen- so extrem schlecht, dass ich einen Preis dafür verdient hätte- Weltmeister im Schlechtschlafen.
Und Montag ist auch noch.

Monday, February 11, 2008

Winter time


The last weekend was down to cork, eat and drink.
Snow was great. Fun as well.
Manche Tage scheinen nie enden zu wollen. Tiefblauer Himmel. In den Spuren liegen die Erinnerungen an die vergangenen Tage.
Derweilen liebe Grüße,

Monday, February 04, 2008

Preisverleihung und Preisselbeeren

Es gibt Tage an denen geht der Wind in der Stadt. Die Stadt in der dann zumeist die Sonne scheint, wenn es im Süden regnet und dann geht der Wind und es bläst. Vom Wind verblasen, getrieben in der gewöhnten gewöhnlichen Gewohntheit kam er in die Stadt. Und da es sich beim Menschen bekanntlich um ein Gewohnheitstier handelt, so sagt man zumindest, war dieser Tag dann nichts Außergewöhnliches.
Er kannte den Geruch seiner Lieblingsstraße und vor allem des ägyptischen Geschäfts, oder besser den Geruch, den der ägyptische Geschäftsmann, der eigentlich aus dem Libanon stammt, stündlich durch seine Nelkenzigaretten mit leichtem Vanilleodeur pflegt zu verbreiten. Immer um dreizehn vor einer vollen Stunde geht der Geschäftsmann behäbig vor die Tür, stellt sich in Position auf und zündet sich seinen „Klimmstengl“ an, so nennt er ihn immer. Und da er genau vier Minuten und zwanzig Sekunden zum Abfertigen der Zigarette braucht, kann man die Uhr nach ihm oder seinen Rauchzeichen stellen.
Und es war wieder so weit, es musste kurz vor einer vollen Stunde gewesen sein, als ihn eine Windböe ins Gesicht fuhr und ihm mitsamt dem Straßenstaub auch einen Nelkengeschmack in die Nase zauberte. Er musste zwar niesen, aber nicht mehr auf die Uhr schauen, denn er wusste genau wann er war, zwar nicht auf die Stunde, aber es musste so um zehn vor gewesen sein und noch genauer wusste er dass er in seiner Straße war.

An diesem Tag war es dann irgendwie eigentümlich. Er bemerkte, dass alle Menschen um ihn herum unbekannt waren, sonst grüßte die Sakkoverkäuferin aus der Nobelboutique, oder der Wurstwarenverkäufer lächelte freundlich hinter seinem Tresen hervor. Doch nicht heute. Niemand. Und alle auf der Straße schienen getrieben zu sein vom warmen Fallwind, wenn er schneller ging, gingen alle schneller. Also brauchte er nicht einmal daran zu denken, jemanden zu überholen, weil sich niemand überholen hätte lassen, geschweige denn der Wind selbst. Und noch eines war eigenartig, ihm kamen die Menschen nicht nur passiv fremd vor, sondern auch aktiv, sie schienen alle eine fremde für ihn trotz seiner langjährigen Weltenbummlerei unverständliche Sprache zu sprechen, so als ob sie ihre Münder nicht mehr öffnen würden.

Gerade als er ums Eck bog und die Baustelle der riesigsten Glasfassade die sich die Städter nie träumen hätten lassen sich vor ihm aufbaute beschleunigte er auf die vom Wind aufgepresste Glastür seiner vertrauten, gewohnten Bäckerei zu. Diese stand offen und er konnte sich nur mit größter Anstrengung festhalten und mehr oder weniger die Hilfe annehmen. Da er uhrlos war und nur wusste, dass es kurz vor sein musste, stellte er sich an die Theke und versuchte sein Geld zu zählen. Die Bäckereiverkäufer schaute ihn mit großen blauen Augen an und fragte ohne dass er irgendetwas sagen konnte ob er ein süßes Frühstück haben möchte. Ihm fiel dank seiner scharfen Beobachtungsgabe sofort auf, dass es sieben vor Vier am Nachmittag war wie er an der digitalen Ofenanzeige ablesen konnte, aber willigte sofort ein.

Er schaute in den Gastraum der Bäckerei und fand nur einen kleinen Stehtisch direkt in der Auslage, den er dankend annahm und nahm Platz. Durch die Scheibe sah er sie wieder alle, die Unbekannten, die milchgesichtigen gerade noch pubertierenden Heavymetallfans wie sie sich über Kant und Schopenhauer unterhielten, genauso sah er die vom Winde verwehten schlecht geschminkten Bankkauffrauen, die ihren frühen Arbeitsschluss zelebrierten indem sie wiederum ein neues Kostüm ausführten und dann noch kam ihm ein verliebter Radfahrer unter, der sein Fahrrad nicht an den Ständer kettete weil er seine Angebetete schon von weitem erblickte und dadurch zu sehr durch den Wind war. Dies wiederum hatte zur Folge, dass das Fahrrad in einem wilden Windstoß sich zu den anderen schon gefällten Fahrrädern gesellte. Doch irgendwie war er nur froh dass er nun in seiner Bäckerei war.

Was ihm allerdings entgangen ist, dass die vermeintlich gewohnte Bäckerin die ganze Zeit auf den Moment gewartet hat ihr letztes Keksherz anzubringen. Und dann war er dann da, der dem man im Wind helfen kann. Sie legte das letzte Keksherz auf einen Teller und servierte das süße Frühstück in der Hoffnung er würde das Zeichen verstehen.

Im selben Moment meinte er die Abwärme des Ofens zu spüren, aber dass es die Herzensschenkerin war, die knapp hinter ihm stand um zu beobachten, ob er die Geste der Verbundenheit verstehen würde. Er tunkte das Herz in seinen Cappuccino, nahm einen Bissen davon und bemerkte, dass er sonst kein süßes Frühstück nimmt und wenn schon ist kein Herz dabei, zumindest nicht ein Herz das so von Herzen kommt wie dieses.

Sie war froh ihm endlich ihre Zuneigung gezeigt zu haben und dass sie sehen konnte wie er sich freute.
Draußen war nun der Wind weiter aufgefrischt, er trieb Müllsäcke, Perücken, Hüte, Sans und die altbekannten westernerprobten Strauchballen durch die Stadt, sodass der Cowboy der vom letzten Faschingsball übrig war auch nicht mehr wirklich auffiel.
Nur als er aus der Bäckerei trat und einen Mann im Sakko an der Straßenecke Mundharmonika spielen hörte, dachte er kurz daran, dass es schon ein wenig komisch war.

Mann o Meter

Manometer sind ja Druckmesser. Mannometer sind Aussprüche aus einer sehr patriachalischen Gesellschaft.
Ich hab schon lange nichts mehr gebloggt, was daran liegt, das mir der Druck über den Kopf wächst und die Zeiten sehr turbulent sind und es wichtigeres zu erledigen gibt als zu bloggen.

Hier ein kurzes Update. Eine neue Homepage mit neuen Bildern ist in Vorbereitung, ich weiß ich sag das schon lange, aber nun ist es entgültig so weit.
Was sonst noch- nicht viel.
Kurzum wir sehen uns. Derweilen viel Glück
c.F

Thursday, January 17, 2008

Zu-kunftsmusik

Mal ehrlich, wer freut sich nicht auf den Tag, wenn dann auch die Anzahl der in Österreich gebrauchten Aschenbecher auf Ebay ansteigt, weil man sie in Gaststätten und Bars nicht mehr brauchen wird dürfen.
Dann kann man in Ruhe Bier trinken, ohne am nächsten Tag wegen ungesunden Rauches Kopfweh zu haben. Das Kopfweh wird bleiben, weil man ja auch mal einen schlechten Wein erwischen wird. Aber der Gestank wird sich in absehbarer Zeit vertschüssen. Und die Aschenbecherpreise werden im Keller sein- kurzum Angebot und Nachfrage.
,....
Es ist nur zu hoffen, dass sich die Frau Österreicher/der Herr Österreicher nicht allzu sehr ins Hemd machen wird ob der Angst der Gastwirte dass sie keine Gäste mehr haben werden. Dann wird es zum Wirtssterben kommen, oder? Naja, so schlimm wirds nicht werden. Die besagte Wirtshauskultur- Pubculture in neudeutsch- wird sich auch dem Wetter beugen. Climatechange machts möglich, dass Raucher auch im sonst so harten Österreichischen Winter !vor! die Tür gehen und nicht am Nebentisch sich anhauchen- wie bisher mit der Nichturinierzone im Schwimmbecken gehandhabt.

Monday, January 14, 2008

Traumhäuser

Irgendwer weiß immer wie man jemanden begeisternd vor den Bug schießt. Ich hatte eine kleine Auszeit vom alltäglichen, ein wenig Abstand, ein wenig Seeluft. Und ich gebe zu dass mir diese Seeluft gut tut, wieder mit vollen Segeln weiter- voraus wäre zu bestimmt in der Richtung, immerhin geht es gerade in viele Richtungen weiter.
Rätselhafteres werde ich später posten.

Tuesday, January 08, 2008

Nur noch schnell


ich mag sonst Spam nicht allzu gern, aber wenn es guter Spam ist, dann schon.

Für alle Hundefreunde dieser Welt!

Wieder auf Kurs.

So ich war krank, habe meine Gesundung gepflegt und pflegen lassen.
Was man nicht alles tun kann wenn man mal krank ist. Die lokale Tageszeitung nach Rechtschreibfehlern absuchen- es gibt sogar eine Speedwertung. Wer mehr als 15 Fehler in weniger als 4 Minuten findet bekommt den schokoladisierten Adler zum ins Fenster stellen, er verändert im Tagesverlauf die Form- Farbe und Konsistenz.
Filme schauen, die man immer schon mal sehen wollte. Sound of Music- nur die ersten 15 Minuten, weil man aufgrund medikamentöser Abstinenz nicht zu betäubenderen Mittel greifen darf, die man für dieses Musical braucht.
Ebenso irgendwelche psychoaktive Stoffe wären nötig um das aktuelle ORF-Programm, das heißt das zwischen diversen Skiveranstaltungen übrig geblieben ist, zu verdauen. Vorgekaut ist es ja schon. Oder gar schon vorverdaut. Naja Musical die SHOW im Fernsehen ist der reinste Wahnsinn. Alles live und alles nicht ausgemacht. Mir ist noch nie ein Teenager über den Weg gelaufen, der nur in Nebensätzen sprach, aber bei dieser akademischen Show ist das anscheinend live so. Also unsere angehenden Nobelpreisträger und Blitzkneiser von morgen enden alle auf den Brettern der Welt. Als Katzendarsteller. Eigentlich auch schon schön ironisch. So ungefähr wenn ein gewisser Herr Dreck eine chemische Reinigung eröffnen würde, die sich dann chemische Reinigung Dreck nennen würde.
Mehr will ich nicht schimpfen, mehr überlass ich der Fantasie, was man alles anstellen kann, wenn man krank und sediert irgendwo vor sich hinvegetiert.

Aber das ist ja nun vergangene Vergangenheit, dünkler als die Nacht und weißer als jeder Schimmel. Nun geht es wieder auf. Wie auch immer.
Liebe Grüße- ich freue mich auf die Elefantengrillerei- c.F

Thursday, January 03, 2008

Derweilen

derweilen gibts nichts neues, außer dass sich mein Gesundheitszustand gegen null erweitert hat, ich huste wie ein altes Schlachtross, ...
Aber ich habe eine Idee von Simon.S. aufgenommen und nun ein neues Feature in diesem Blog aufgenommen. Es gibt nun immer wieder mal in unterschiedlichen Abständen ein neues von mir empfohlenes Video. Den Start macht mal Kate Nash.
Liebe Grüße
derweilen

Sunday, December 30, 2007

2007

2007, das wars.
Einen guten Rutsch ins neue Jahr, wir lesen-hören-sehen uns im neuen Jahr.
Ich freu mich schon auf viele neue spannende "Abenteuer". Es wird sicherlich spannend bleiben.
Derweilen Liebe Grüße
c.F

Wednesday, December 26, 2007

Rückschau- Vorsicht




Wie hat das letzte Jahr noch mal geendet? Ja mit angeschlagenen Finger. Ich erinner mich auch noch an Singstarsessions. Ich erinner mich an einen schlechten Winter, der aber trotzdem ein paar schöne Momente in sich hatte, da waren der Pirchkogel, die Weißseespitze, die Kuhscheibe. Dann ein hammertrockener April. Ein bewegter Mai. ... Ein rasender Sommer. Und ein bewegter Herbst, der in einen superfeinen frühen Winter umgeschwänkt hat.

Mehr will ich nicht, kann ich nicht schreiben.

Mehr ein ander mal, wenn ich nicht so gerastet bin wie heute, unrund sein bedeutet ein wenig ruppiger zu sein, und dann ists ja bekanntlich lustiger zu lesen.


Spuren hinterlassen kann ein sehr temporärer Zustand sein. Spuren ziehen ist ein kreativer Prozess, ein Statement. Wenn man sich auf die wesentlichen Dinge besinnt, den Alltag- egal wie dieser ausschauen mag- mit ein wenig Abstand betrachtet, sich die Zeit nimmt Freunden eine Freude zu machen, dann kann man Spuren hinterlassen. Diese Spuren können dann wieder ein Teil im Großen und Ganzen sein, das man dann Sein nennt.

Wednesday, December 19, 2007

Die Nerven liegen blank

Es ist so eine Sache mit der Zeit um Weihnachten. Die einen stehen früh auf und nutzen den Tag, die anderen leben ihr Leben gesteuert von der Tageslänge. Und da die Tage so kurz sind haben manche ein wenig Stress.

So kam es auch, dass ich heute mit dem Telefon am Ohr auf dem Rad gesessen bin und ich mich mit der linken Hand an einem Telefonmasten abgestützt habe. Der Nachbar dieses Telefonmastens hat sich aufgrund meiner Kapuzenkappenkombination(ein schönes Tiroler Wort), weil mir haben eine Kappe und koa Mütze/Haube/Hauwe oder dergleichen, so sehr berrührt gefühlt, aus dem Haus zu stürmen und mich einem Gangster gleich versucht zu stellen, weil der gute Herr meinte ich berühre seinen Gartenzaun oder gar sein Hoheitsgebiet, welches in lange vergangenen Jahren auch sein Balzplatz gewesen sein dürfte. Da er in seiner Hütte ein(sic!) großes Fenster in die Auswelt besitzt, hatte er in Angesicht meiner Physis sich und seine Nächsten bedroht gefühlt.

Ich habe nur gemeint, dass ich mich nur an seinem benachbarten Telefonmasten anhalte und dieser sich nicht auf seinem Hoheitsgebiet befindet, sondern im freien Raum und ich halte mich an welchem Telefonmasten und kümmere nicht darum wer sich von meiner "nicht am Steuer Telefonie" eingeengt fühlt. Nur meine Hand wurde kalt und ich wollte nicht weiter im kalten quatschen sondern mit dem Radl radeln. Weil die Tage ja kurz sind und ich schon was getan habe.
Derweilen noch ein Link. www.steilwaende.at für weitere Zerstreuung.
Ich wünsche eine entspannte Zeit.

Monday, December 17, 2007

Schnäppchen!!!!


Ich würde die nebenan abgebildete tolle Uhr zu einem wirklich guten Preis verkaufen. Es ist die Uhr der Menschlichkeit. Ich habe sie leider nie getragen, weil ich auf den Spender allergisch war.
Machen kann der spendable Käufer alles damit, nur nicht mir erneut schenken. Diese Uhr ist eigentlich schon allein wegen der Vorgeschichte ein Wahnsinn. Sie ist auch inbegriff von einem Jahr die Stange halten und das ist der Dank dafür.
Also Leute, kaufen, kaufen!!!

Wednesday, December 12, 2007

Der Hund und die Kette

Irgendwo (in maritimen Frankreich, nahe den beweinten Hängen des Bordeaux )sitz der schnell gealterte junge Mann auf dem Treppenabsatz.
Irgendwie denkt er immer wieder an die vergangenen Jahre, obwohl er sich in seiner Vergangenheit immer geschworen hat, nie an die Vergangenheit zu denken. So schnell schmeißt man seine Grundsätze über Bord. Ähnlich waren die Sätze wie: ich werde wohl nie älter als 27, traue keinem über 30. Und jetzt sitzt er in seiner Wahlheimat und ist ein wenig älter als sein Wunschalter und traut immerhin seinen Freunden, die fast ausschließlich alle älter als die besagte "ichtraudirnicht" Grenze sind.

Er wollte immer weit weg, weg aus den heimatlichen Gefielden, und nun sitz er da und denkt an die tausenden Weinbergschnecken, die er in den letzten Jahren als Supermarktkoch für gierig schlingende Yuppiemanager zubreiten musste. Er selbst isst am liebsten Butterbrot. Obwohl er immer wieder verleitet ist, das teuereste zu bestellen wenn er eingeladen wird, bestellt er nach seiner Gewohnheit. Und diese ist gewohn gewöhnlich.

Und jetzt da er an dem Ort ist, den er Zuhause nennt, kann er endlich er selbst sein. Er denkt an die Märkte im Magrebh, an die Fische in der Nordsee, an die Hunde die er spazieren führen durfte.

Eigentlich wollte er nur für die Zukunft leben. Und dann hat in die Zukunft von hinten eingeholt, rechts überholt und dahinter gelassen. Jetzt ist er ein ebenbürtiger Teil des besagten Ganzen, ein Zahnrad der Zeit ohne das die Welt stehen bleibt, zumindest für einen kurzen Bruchteil einer Sekunde.

Und dann hörte er wieder die Kette des Hundes, der an den Baum des Vorplatzes gekettet war und erinnerte sich an die Geräusche der Nacht, das Widerkäuen der Kühe im Stall, das hohe Phiepen der Fledermäuse und an die unerträgliche Stille dieser Zeit. Seiner Zeit.