Tuesday, November 25, 2008

white



well then- its time to write in english. sometimes it seems to be diffrent. wintertime creeps in. the hills and mountains get white again. all those lines appear. on the other hand snow covers all old belongings. it changes the world for a decent time. for a needed time.

but the world is still turning.

Monday, November 10, 2008

Kaffeefahrt




So gehts einem im Herbst. Die Meere werden in den nördlicheren Gefilden kälter. Das Laub wird bunt, das Gras wird braun. Was kann man da noch tun? Die Tage sind kurz- man schläft länger als sonst,... Auf Berge steigen und dann dort Kaffee trinken.
Schön ist´s wenn man was zu tun hat. Man sitzt dann in absoluter Einsamkeit und schaut über das Inntal in Richtung Osten. Hinten weiß der Olperer und die Tuxer davor. Das Karwendel grau wie eh und je. Die Stubaier oben weiß und weiter unten braungrau. Die Mieminger im Rücken vertraut und immer wieder schön. Noch weiter hinten die Lechtaler rechts weiß und linker Hand hellgrau,...
Und über allem der Geruch von frischem Kaffee.- den Benzingeruch davor blenden wir mal aus- aber das sind die Opfer der Freiheit! Einen guten Keks oder einen pikanten Muffin nebenbei und dann ab die Bohne runter gehts.
So sollten Sonntage sein. Ah ja- ich hab den Sonnenschein vergessen.
Auf allen Hügeln sitzen sie und jausnen.


Monday, October 27, 2008

Monday, October 20, 2008

Mann Alter!


Es scheint wie ein Imperativ über einem zu hängen: Mann alter! Oder man hört es eher affirmativ: Mann Alter! Wie auch immer hier festzustellen, dass Mann altert wäre wohl zu subtil für die holde Leserschaft.

Dass ich meine Leser immer noch sehr ernst nehme- hierfür der Beweis. Aufgrund aktueller Kritik, dass bei mir wenig los sei und dass ich immer wieder durch erste Teile zweite Teile schuldig bleibe möchte ich hiermit verkünden, dass es doch noch zweite Teile geben wird.

Hier sei nur noch eine kleine Geschichte aus dem Bus festgehalten. Ein kleiner stockbetrunkener HiphopGangster, also einer mit viel zu großer Hose, einem Seidenblouson Klasse BronxPolyschüler und einer schief getragenen Schildkappe mit der Aufschrift Dick versuchte die koordinative Höchstleistung zu vollbringen und den Niederflurbus zu besteigen. Da er seiner Muttersprache nicht mehr mächtig war erfragte er englisch den Preis und die Abfahrtszeit- weil er gehe noch auf einen Smoke nach außen. Gesagt getan mit gültigem Ticket wankte er nach außen um eine Marlbo-rough Tschick zu tschicken um nach vollendetem letzten Zuge den Bus mit folgenden Worten zu besteigen: Einmal Hall einfach- bitte sehr. Da sieht man wo man überall hinkommt, wenn man nur will.

Also will ich nicht weiter von zweiten Teilen sprechen. Die sollen die Spatzen von den Dächern pfeifen oder die Hunde aus den Fenstern bellen. Ich schreib euch die ersten Teile und bleib die zweiten schuldig.

Thursday, October 02, 2008

frei nach dem Motto- spice up your life and wear brills!


frei nach dem Motto- spice up your life and wear brills!

Das Wochenende ist Hochzeit- und leider kein Brillenwetter- wenn schon eher Schibrillen.

Als kleiner gesellschaftspolitischer Anstoß: mir hat der Film WallE überhaupt nicht gefallen. Ich bin kein Fan von Animationsfilmen- alles außer ShrekI-III. Ich bin immer wieder eingeschlafen. Tut mir leid, aber solche Filme sind nichts für mich. Das einzige was Erheiternd war- eine Einlage von einem MontyPythonMitglied im Kinosaal.

Über Ikea, diverse globalisierte Ungereimtheiten gehörte auch mal geschrieben. Da wäre WallE von Walt Disney das kleinste Übel.

Also- get out your brills and wear them for godsake- hidiho!

Tuesday, September 30, 2008

Nun denn

Es scheint immer wiederkehrende Dinge zu geben. Sonnenaufgänge zum Beispiel als etwas Schönes. Fusspilz als anderes Beispiel als etwas nicht so schönes. Manchmal kommen eben die schönen Dinge wieder und dann die schlechten. Zyklizität nennen es die einen, die anderen Schicksal. Wie lange dann der Fusspilz bleibt ist Frage der gesellschaftlichen Umstände.
Aber auch schöne Dinge kommen und gehen. Und das ist gut so.

Monday, September 29, 2008

Panda-

Sodala- heut ist mir geschossen, dass es in Österreich bald wichtig sein könnte KungFu zu beherrschen- deswegen möchte ich jeder und jedem den folgenden Link ans Herz legen.

http://www.vingtsun.at/

Manchmal ist´s schon eigenartig, - wohin es einen treibt.

Kungfugrüße übersende ich allemal.

Wen es interessiert: das Wochenende war schön- der Fels war in der Sonne warm und im Schatten gefroren. Konglomerat ist das beste was man finden kann. Zwei O deshalb rund. Die Klettereien ein echter Wahnsinn- ich stehe mit meiner linken Zehe auf einem Kieselstein der mich 25 Meter über dem Boden hält- Konglomerat eben. Wunderbar. Die Sonne im Gesicht und die Luft unter den Sohlen.

Thursday, September 18, 2008

Nun denn

hier sei es festgehalten- es gibt kulinarisch nichts schlimmeres als kalte Pommes.

Mehr will ich heute nicht schreiben.

Thursday, September 11, 2008

zweiter Teil

nach der kurzen Verwirrung in Norwegen schauckelte uns der Zug in knapp 20 Stunden von Narvik nach Stockholm.
Kurz vor der schwedischen Grenze stoppte der Zug. Ein eigenartiger Sound. Dann viele Durchsagen in schwedisch. Ein freundlicher Schwede übersetzte uns- wir wussten daher dass wir im Cafe ein gratis Sandwich bekommen werden und dass versucht werden wird die Leitung zu reparieren. Naja uns war´s egal, wir wussten uns in Sicherheit und wir mussten keinen Anschluss erreichen.
Der Zug brachte uns dann wirklich nach Stockholm, wo wir wieder voll in der Zivilisation ankamen. Kurze LAgebesprechung und wir setzten unseren Weg nach Utö fort um dort zu radeln was das Zeug hält. Dass Sulkies ein Wunderding der Technik sind- wissen wir seit Utö.

Dass sich die Schweden vor den Russen fürchten und wir im Wald von Sprengungen, Schießübungen und Blondschöpfen in Panzern überrascht werden wussten wir nicht vor unserem Aufenthalt auf Alö. Da war ein einsamer Strand, zwei Fahrräder, viel Wind und ein Zelt.

Was in Fjärdlong los war kommt später.

Verwirrung

Missverständnisse sind die Grundsteine eines Konfliktes.

So scheint es zu sein. Wenn man immer nur das beste machen würde, dann wäre die Welt eine gute. Aber immerhin heißt´s dann immer wieder: es menschelt. Menscheln. Wenn man ewig lang nur mit Menschen zu tun hat mit denen man sich versteht- Freunde zum Beispiel- und sich daran gewöhnt hat, dass man eigentlich jegliches Problem einfach aus dem Weg räumen zu können, dann kann es einen schon verwirren, wenn es wieder einmal menschelt.
Da schreien verkappte Generäle bei Besprechungen als ob sie zu einer Meute gehörloser Rekruten sprechen würden nur weil sie meinen die alleinige Wahrheit zu kennen. Dann wieder werden Menschen, die wirklich motiviert sind und wirklich wollen und können, von Mitschwimmern mit so genannten Verbindungen rechts überholt. Und dann bekommt man zur Antwort, dass es eben so ist und dass man sich nicht aufregen soll. "Wer sich´s richtet, dem muss man es lassen!" Dann kommen solche Aussagen, dass man "falsch geboren" wurde. Ein Appell an diese Ideologen- lernt lesen um euch ein weiteres Weltbild zu bekommen. Es gibt auch noch etwas hinter dem Tellerrand.

Aber am Ende wird´s dann immer gut werden.

Sunday, August 24, 2008

erster Teil.

Sodala! Wie ihr bemerkt haben dürftet, ich war ein wenig auf Unternehmung und konnte deshalb nichts loswerden.

Um es vorweg loszuwerden- die folgenden Zeilen sind ein Reisebericht, also jede und jeder darf ihn lesen, kann aber wenn man gelangweilt wird sofort weiterklicken. Hier sind nur kurz ein paar Schlaglichter unserer Tour angeführt.

1. Die Planung. Vorweg war geplant der globalen Hitze zu entsagen und deshalb sich in Richtung eines Poles zu bewegen. Da uns der Norden näher liegt und sich kühler, sprich cooler, anfühlt war die Entscheidung schnell getroffen, wir müssen eben dort hin. Da Norden nur eine Richtung ist und wir nicht wussten wie groß er eigentlich ist, beschlossen wir- meine Wenigkeit mit piratenbräutig charmanter Begleiterin, nennen wir sie beim Namen Lena S., Bekanntes mit neuem zu vermischen.

Also Nordschweden, Lappland.

2. Die Anreise. Nach diversen Ausflügen zu diversen Sportausrüstern und einem ausgedehnten Besuch beim tiroleristen Allzweckfutterverkäufer fühlten wir uns bereit nach Norden zu ziehen. So wurden wir nach Innsbruck gebracht und verließen das Heimatland bei durchschnittlichstem Wetter, kurzum es regnete. Mit einem Onkel nach München und weiter zum FranzJosefstrauß mit der S-Bahn. Dann Stockholm. In Stockholm kurzer Stopp um ein Sight zu sehen und dann in einem Abteil gefüllt mit deutschen Abenteurern nach Murjek. Soweit war unser Plan. Wir planten die deutschen Abenteurer nicht ein, deshalb planten wir im Zug sitzend um, weil dorthin wo die drei Preussen wollten, wollten wir nicht hin, weil´s dort nach ihren Erzählungen nur echten Abenteurern erlaubt ist echte Abenteuer zu erleben. Sie wussten eigentlich eh schon alles- dass Wasser in Karotten nutzlos ist und dass einem die Schnaaaaacken lebendig auffressen werden. Na bravo. Wir trafen dann zwei vermeintliche Cowboys die uns ermunterten ein Stück des Weges mit ihnen zu gehen. Und das war gut so.

So blieben wir einfach ein wenig länger im Zug und gondelten dann nach Ritsem, welches dem bekannten A. der Welt sehr nahe kommt. Hier sei auch der erste Rentierkontakt vermerkt.

Ritsem sei es also, der Startpunkt unserer Wanderung. Oder soll ich hier Abenteuer schreiben. Nun denn es war eine Wanderung, die sich manchmal abenteuerlicher anfühlte als sie war. Wir hatten ob unserer spontanen Planänderung keine Karte für die ersten zwei Tage, aber wir alte Berghasen haben damit ja „kein“ Problem. Dann leckten unsere Schuhe, der Rucksack war mies und alles deutete auf einen abrupten Abbruch des Unternehmens hin. Wir sagten uns jeden Tag: Heute ist ein schöner Tag. Ich sagte jeden Tag mindestens dreimal: Shit- pommes fritt!

3. Die Wanderung selbst.

Nachdem wir uns eingelaufen hatten und wir den so genannten Ponor (Point of no return) überschritten hatten, war uns eigentlich nie klar, dass wir nur mehr vorwärts konnten. Vor uns lag das uns Unbekannte. Samisiedlungen, Duckboards, Sümpfe, Seen, viele Steine, Bäche. Und das alles willkürlich zusammengemixt und auf einer irren Fläche verteilt. Weite Landschaft beschreibt es am besten. Jeder Tag brachte Neues ans Licht. Einmal waren es die kleingekammerten Winkel von Hukejaure, wo wir den Lookalike von Hitler mit seinem Hund Cäsar trafen, dann wieder der falsch eingezeichnete Weg der uns bis knapp unter die Hüfte in den Bach zwängte, dann trieben uns die Schnacken an um in unserer abendlichen Kürbiscremesuppe zu enden. Kulinarischer Selbstmord einer Sechsbeinerin sozusagen. Dann wieder die weiten unendlich erscheinenden Blockfelder des Permafrostes, die Ende Juli noch gefrorenen Seen neben unserem Zelt, die Erkenntnis dass man beim Bau eines Steinmannes erleichtert und psychisch doch am Boden sein kann da man weiß jemand schaut zu. Dann der erhabene Blick hinunter ins Tal. Die weißen Gletscher, die unzähligen Schattierungen der Farben Braun und Grau. Und immer unser Begleiter war die Sonne. Nach ein paar Tagen des Wanderns stoppten wir in Tarfala um uns ausgiebigst zu Saunen. Schön wars, danke. Wie lernten neue Freunde kennen. Kennen einen echten Viking.

Dann ging es schon weiter, auf der Suche nach Zeltplätzen in der Sonne, die verschwinden mochte. Über Hochplateaus, Brücken über wilde unverbaute Flüsse, hinab in Täler ohne jegliche Straße, vorbei an Hügeln, Bergen und Mäandern, über Pässe ging unser Weg stetig nach Norden.

Wir waren ja schon in unserem Norden. Nur weiteten wir unseren Begriff ein wenig aus. Unser Norden verlagerte sich von Tag zu Tag, von Entscheidung zu Entscheidung. Die Sonnenuntergänge wurden immer dramatischer, die Tage kürzer und Zeit schien völlig verloren.

Vorbei an alten Mienen, hinauf zu schwarzen Seen, die in der grauen Umgebung blau leuchteten, immer weiter wurde unsere Weite. Angetrieben von einer unbändigen Neugier, die man niemals zu stillen vermag. Wie wird es wohl sein, dort hinter den Steinen. Wo werden wir unser Zelt heute aufschlagen. Wieviele Menschen treffen wir heute, mehr als die drei von gestern? Alles unnütze Fragen, aber im Laufe der in den Hintergrund getretenen Zeit wurden sie immer wichtiger. Fernab von den Tagesgeschäften. Fernab von der riesen Auswahl in Geschäften, war es schon schwierig sich zwischen drei Kekssorten zu entscheiden. Wir wandelten sicher durch diese Weite, aber nie war uns bewusst wie weit wir wirklich weg waren.

Irgendwann nach ein paar weiteren Tagen in der Weite wurden wir in die Zivilsation ausgespuckt und wir versuchten uns wieder zu organisieren.









4. Das Koma der Lofoten

Es war wahrscheinlich ein viraler Infekt, der uns peinigte. Wir nahmen zwar die Schönheit der Landschaft hin, aber wir wussten nicht was wir damit anfangen sollten. Nach kurzer Komaphase und dem leichten Ärger, dass ein blutleerer Norweger uns um unser Geld bringen wollte verließen wir Norwegen wieder um in Schweden Blaubeeren zu pflücken.

Wir hatten sie alle gesehen, die Deutschen und die Norweger mit ihren Campingmobilen voll mit tiefgefrorenem Rentierfleisch. Blutleer und blass. Blau vom Nikotin. Wir haben auch in Narvik bemerkt, dass es wohl eine Ansammlung schrecklicher Menschen sein muss. Schlimmer als andere Agglomerationen des Schreckens. Schönheitschirurgen würden hier eine neue Spielwiese entdecken. Man könnte dann vielleicht wie durch eine Ausstellung schlendern und sagen: Schau mal Schatz, dass ist die Nase vom Dr. Larsson und die Brüste sind sicher die von Dr. Svensson. – nun Schluss mit der Utopie. Wer teures schlechtes Essen unfreundlich serviert haben will und dabei schöne Landschaft anglotzen- Norwegen.

Ich schreibe hier mal weiter, die Episode im Nachtzug der uns wieder in die Dunkelheit zurückschaukelte sei hier noch verborgen.

… to be continued.

Friday, August 22, 2008

Mein Holunderbaum ist immer noch in voller Blüte

schrieb sie auf eine Serviette im Gasthaus am Eck. Nur war dies im November. Doch es war wahr. Sie litt an kontinuierlicher Zeitauflösung. Sie verlor allen Sinn für Zeit und vor allem den Sinn für die Jahreszeiten. Getrieben schien sie auf der Suche nach wirklichen Signalen der jeweiligen Saison zu sein. Diese Highlights musste sie dann partout festhalten. Deshalb hatte sie sich auch den ersten Mückenstich mit wasserfestem Stift am Unterschenkel eingekreist. Nur wusste sie nicht mehr, dass es der erste Mückenstich war im Sommer vor vier Jahren.
Ihr Leben war nur ein Jahr für sie. Aber immerhin fand sie sich zurecht im Gewirr der Stunden, Tage, Monate und Jahre.

Sunday, July 20, 2008

Sodala- es ist Sommer

Worüber soll man schreiben- es passiert nicht viel. Fausto ist kopfüber in Aussieland und bereitet sich auf seinen ersten Boxkampf mit einem Känguru vor. Die Mandarinriders sind back in Scotland. Lisalotte hat Charlie verlassen und dingelt mit einem Boot irgendwo in italienischen Gewässern herum. Die einen faulenzen und tauchen in Thailand. Wieder andere trinken Bier in Irland. Andere pendeln nach Italien, andere leben und lieben in Tirol.
In Vorarlberg ist glücklich. In Wien wird gewählt.

Und wir setzen über nach Lappland. Zum Rentierfleisch. Preisselbeeren, Polarfüchse, Sami und Weite. Hiermit ist das Postingloch erklärt. Wenn man sich Pirat nennen will, muss man reisen und abenteuern. Deshalb gibts in den nächsten Wochen keine Updates. Aber dann gibts Geschichten von Wikingern, von Pippi Langstrumpf, Blonden und Blondinen. Ebenso wirds dann eine Zusammenfassung geben von Outdoorkochkünsten.

Also- liebe Grüße, der Wind möge mit euch bleiben, die Sonne im Gesicht, das Salz auf der Haut, ...

Ahoi-
c.F.

Monday, July 07, 2008

Es ist

Sommer und es regnet. Na wunderbar, oder? Naja- letztens hab ich so einiges erlebt mit dem Regen. Einmal bin ich hinter einer Britin durchs Tiroler Heidekraut hergestiefelt und es hat geregnet. Das schottische Blut ist wieder voll eingeschossen und hat ein altes Herz belebt.

Und noch mal letztens hat sich jemand in meinem Garten bei strömenden Regen in voller Goretexpanier hingesetzt zum Kaffeetrinken. Dieser vermehrte Niederschlag treibt seltsame Blüten.

Und jetzt regnets immer noch. Aber gejammert werden darf nicht und wird nicht.

Ich darf auch an dieser Stelle den neuen "Piratenblog" von Fausto dem Schrecklichen vorstellen.

http://fartingfausto.blogspot.com/

Und dort "unten" regnet es ja auch. Oder wieder.

Und dann möchte ich noch die Frage in den Raum stellen: warum ist Australien immer unten und Norwegen immer oben? Bitte keine zentristischen Antworten. Es geht um das Gefühl.

Wednesday, July 02, 2008

Die Neue


Er sitzt vor dem Haus auf der Bank und schaut in den Sonnenuntergang. Jeden Tag geht die Sonne immer unter. Man müsse nur der Sonne nachreisen dann hätte man einen ganzen Tag lang Sonnenuntergang. Und just in diesem Moment, obwohl gerade die Sonne unerbärmlich auf seinen Kopf herunterbrannte, musste er wieder an den Sonnenuntergang denken, der gerade irgendwo auf dieser Welt stattfinden soll.

Die schwere Brille, ein Hybrid aus Fahrradrahmen und Hornbrille Typ Pseudointelekt- hing nur mehr an den Ohren. Die vergilbten Brillenrastflügel die die Brille auf den Nasenflügeln tragen sollten waren die Kontaktstelle zwischen Realität und seiner Welt. Heute an diesem heißen Tage waren sie auch Schweißaustrittsstelle. Langsam bildete sich immer wieder der Schweißfilm unter seiner Brille. Die Zigarette im Mundwinkel sollte die letzte sein, bevor die Sonne irgendwo untergegangen ist. Aber immerhin kann man ja aufgrund der neuen Sonnenuntergangstheorie immer wieder eine Sonnenuntergangszigarette zelebrieren.

Ihm gingen die Gedanken an die Heimat nicht aus dem Kopf. Dort wo es in seiner Kindheit so schön war, dort wär er jetzt gern. Weit weg von Hektik, Trubel und Geschäftigkeit. Was ist wohl aus seiner Heimat geworden. Er als Heimatloser krankt an seiner Entwurzelung.

Zum Heimatschmerz mischte sich die immer wiederkehrende Trennung von der Zigarette und der nicht enden wollende Schweißfluss unter seiner Brille.

Dann beschloss er mit der Trauer zu brechen- kein Heimatweh mehr, keine letzte Zigarette. Er nahm die Brille vom Kopf, tappte einmal links zur Hauswand und verschwand im Dunkel des Flurs. Er genoß die kühle des Hauses, legte sich schlafen und beschloss aufrichtig zur neuerlangten Kurzsichtigkeit zu stehen und die Unschärfen seines Lebens zu genießen.

Es kann ja auch schön sein.