Friday, April 14, 2006

vierzig tage vierzig nächte und heute keine glocken

ja wie der titel schon verrät, handelt es sich heute nicht um den damaligen blockbuster mit harrison ford und anne heche, nein um die fast vergangene fastenzeit.
heute als ich nach einer langen nacht aus den federn stieg, hatte ich vorerst probleme mit dem augenlicht. es war so ungewöhnlich hell, wie schon lange nicht mehr. in meiner erinnerung gibts nur winter. winter in allen belangen, obwohl schon hie und da der frühling anklopfte und versuchte seinen fuss in die tür zu stellen. aber heute, strahlend blau und warm.
dann wurde von mir in ermangelung eines frühstückpartners ö3 gestartet, fm4 war mir heute schon zu obskur, also lies ich den mainstream poppen. die erste zeile die mir zu ohren drang war: uhuhuhu hua i don´t love you anymore!! uhuhuhuahuhha i just don´t love you anymore. wie schon gesagt die lange nacht und vielleicht ein cocktail zuviel mit beigemengtem latentem kopfweh, lies mich gleich dieses geplärr auf mich beziehen. mein nervenkleid ist fast schon transparent wenn man es auf dünnheit prüft, und dann das. i just don´t love you anymore. wer singt das? wer traut sich dies mir morgentlich aufzutischen. normalerweise hörte ich diese sätze immer kurz nach 19.00, da sind sie leichter verdaulich, da ist man nahe am fast schon wieder darüber schlafen müssen. naja, irgendwie dachte ich mir, ich wünsche mir nun einen versifften lou reed hinter mir, der auf einem knapp verstimmten piano: it´s just a perfect day trällert.
wie das in letzter zeit so mit den wünschen ist, dass sie verdammt noch mal nicht in erfüllung gehen, hat auch lou reed mit abwesenheit geglänzt.
doch dann ging´s schlag auf schlag, meine hirnwindungen entwunden sich langsam aus dem benebelden uhuhuhuaauh i just don´t love you anymore, der winter mit all seinen karbefahrungen blitzte noch mal auf, mir war als ob mein frühstücksbrot zu strahlen beginnen würde. kar, hafele kar, kar rinne, stöttl kar, wank kar, kar freitag. zu guter letzt fiel es mir wie schuppen von den augen, kar freitag, war der grund allen übels. doch ist nicht der karfreitag der tag an dem dieses kollektive betretensein ein ende haben sollte, oder zumindest nur noch zwei tage anhält? aus vorbei, ... gott sei dank.
wie das nun mit dem: i just don´t love you anymore ist, bleibt mir immer noch ein rätsel, aber das wird sich schon von selbst lösen.
somit wünsche ich auf diesem wege, ein frohes österliches beeiern, in fremdem nestern wühlen, neste bauen, eierpecken und was man sonst noch so treibt wenn ostern vor der tür steht.

nun singt falco: out of the dark, hörst du stimme die dir sagt: into the light, i gave you, you waste your tears in the night,... into the light, out of the dark,...
das ist nun entgültig das letzte große zeichen meine akustische fastenzeit, sprich ö3, mit qualitativ besserem sound zu beenden. wenn nun noch xavier naidoo von steinigen wegen, kreuze tragen, über seen gehen, ewige liebe und was er sonst noch so im angebot aus dem radio faselt, exekutier ich den radio. wie sagten die ärzte so schön, das radio brennt!
liebe grüße euer
floggo, heute in der liturgischen farben lilla,

keep on schiffing, otherwise you won´t reach the coastline.

1 comment:

ziwuiziwui said...

do you mean the yellow coastline in the snow of stöttl kar or the fuckin` hidden stonecoastline under the snow of stöttlleger?