Monday, October 08, 2007

yepp

Im Radio läuft "I wanna be a dog". Sie erzählt von der Mittelmässigkeit. Die Wände werden grauer. Niedriger und modrig scheinen sie zu sein. Einfach abgewohnt, sie erzählt von der guten alten Zeit. Scheinbar hat sie auch einen blauen Himmel vernommen. Da waren überall Sterne, nicht so lichtverseucht wie bei uns in der globalisierten Welt, wo wir mehr Autos haben als Fussgänger. Er sitzt nickend in der Ecke, ein wenig als ob ihm die ganzen Geschichten einfach zu einfach wären. Es scheint als wäre er lieber noch weiter weg, als er schon ist. Und die Cocktails an der Bar waren uuuursuper, und der Barkeeper, ich hab immer Brad zu ihm gesagt und es hat ihm gefallen, hat mir gefallen, und er hat immer gelacht wenn ich Brad noch einen Cocktail bitte gesagt habe. Und der Strand ganz weiß, so weiß und weit wie man ihn nur auf den Postkarten kennt, echt schön. Er nickt weiter und trinkt aus einer Mineralwasserflasche. Irgendwie beschäftigt ihn der Rest der Flasche viel mehr, als die Strandgeschichte. Irgendwie scheint es sie aber nicht zu stören, dass er sich langweilt und nur an eine andere Welt denkt.

Er meint dann wir hätten nicht gemeinsam auf Urlaub fahren sollen. Du wolltest nur ausgehen und ich war nur an den Sehenswürdigkeiten interessiert. Es war von vornherein verfahren.

Und dann kurz danach trennen sich ihre Wege. Er versinkt in seiner Strebsamkeit nach Sehenswürdigkeiten und sie ertrinkt im Sonnenuntergang nach dem siebten Cocktail von Brad. Er heißt in der nächsten Woche Jack, und danach Julian. Irgendwann wird er auch den Eifelturm sehen.
Dann kann er sagen, ich war da.

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