Wednesday, April 18, 2007

Brief aus der Südsee

"Lieber Captain Floggo!
Wir sitzen hier bei Flaute in einer Bucht, trinken bis zur Besinnungslosigkeit braunen Rum und lassen uns von Eingeborenen rohes Fleisch auf den Sonnenbrand legen. Dem Kahn geht´s gut, der Steuermann wird von Tag zu Tag schaßaugeter und die Barsängerin ist auch nicht mehr abstinent. Aber wenn wir wieder Wind in den Segeln haben, kommen wir vorbei und heben eins auf dein Glück! ..."

So ist das, wenn man auf einmal Postkarten aus dem Nichts bekommt, sie werden angespült von einer leichten Brise und landen als Flaschenpost am Tisch. Solche Neuigkeiten lassen einen zu träumen beginnen. Träume von Mädchen die nach Marzipan riechen und nicht als Konditorin arbeiten, Träume von einsamen Stränden, Träume von Karfiolcremesuppe am Ende der Welt, Träume von endlosen Hundeschlittenrennen in noch endloserer Landschaft, Träume vom Eintauchen in völlig Neues, Träume vom Dahinterlassen des Althergebrachten, Träume vom Eintauschen alter Gewohnheiten.

Ich wünsche allen Radieschenbauern und denen die es noch werden wollen eine erfolgreiche Pflanzsaison. Der Wind hat mich wieder. Die Winterstürme hat mein Schiff gut im Hafen überstanden, nun geht es an wieder neuen Wind in Spinnacker zu lassen, die Seile festzuzurren, das Salz auf der Haut zu schmecken.
c.F.

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