Tuesday, April 03, 2007

Buchstäblich oder wörtlich

Sie saß auf einer Alubank am kleinen Hafen und rauchte wie wild eine Zigarette nach der anderen. Immerhin schon am Nachmittag die zweite Schachtel anzufangen war auch für sie ungewöhnlich, zumindest hat sie immer darauf bestanden, sie sei keine kettenrauchende Raucherin und schon gar nicht süchtig.
Im Hafenbecken tümpelten kleine Segelboote vor sich hin, die See selbst war außerordentlich ruhig. Dies konnte man von der rauchenden Seemannsbraut nicht behaupten. ...

Es sei die Chance. Nur eine Nacht in einer fremden Stadt, nur einmal im Leben. Einmal einmaligst etwas Einmaliges erleben, das hatte sie sich immer gewünscht. Sozusagen den Traum vom großen Geld, von der großen Freiheit, der grenzenlosen Uneingeschränktheit, der zeitlosen Triebhaftigkeit. Nur wußte sie nicht was sie nun tun sollte. Diese eine Nacht sollte es sein, nur die folgenden Stunden stehen ihr frei zu tun was sie schon immer tun wollte. Sie war ja nun endlich frei. Ihre geistigen Ketten in denen sie glaubte zu liegen, hat sie schon seit langem zurückgelassen, ihren Widerpart auch. Er war ja mit der sogenannten Voyager auf und davon nachdem sie ihm die Wahrheit präsentiert hatte. Wo wird er wohl sein? Sitzt er auch qualmend in einer Hafenkneipe und schaut sich nach neuen Ufern um, oder treibt er wie er es schon seit langem so gehalten hat es nicht bunt, kurzum er versucht unpolitisch nicht aufzufallen. Heute ist ihr erster freier Tag, nur wie frei ist man wenn man gefangen war.

man kann nur den vermeintlich Freien wünschen, dass sie die Grenzen nicht sehen in denen sie gefangen sind. und daher die Freiheit wie die Frühlingsgefühle genießen können.

_________________
die story kommt dann mal.

No comments: