Friday, April 06, 2007

Endlich, Zielscheibe


Wer kennt das nicht, man nimmt sich etwas vor und versucht es, scheitert kläglich und legt den Plan wieder zur Seite. An dieser Seite liegt er dann eine ganze Zeit ohne jeglicher Beachtung. Irgendwann kramt man dann wieder in den alten Plänen, meist wenn man in nostalgischer Melancholie schwelgt und dann fällt dieser alte Plan wieder raus und man denkt sich: ja das könnte ich auch noch machen.

Meist ist´s so, dass wenn man den alten Plan erledigt hat, sich neue Ziele auftun. So wie wenn man eine Frage beantwortet hat, stellen sich aus dieser Antwort wieder fünf neue umso spannendere Fragen.

Was ich eigentlich hiermit berichten möchte, dass ich gestern mit Beffzi einen solch alten Plan erledigen konnte. Dieser heißt Kuhscheibe. Nach mehrfachem Aufstollen der Schi bei Aufstieg und Abfahrt und dementsprechenden Flüchen, wie blutigen Hennenköpfen und dergleichen, waren wir dann am Gipfel. Allein, nur wir zwei, unter uns endloses Pulverschneeeldorado, neben uns nur große Gipfel. Oben sein hat immer was von frei sein und auch fern sein. Dort oben gibts einfach mehr Energie als im gestressten Tal. Man ist weit weg, man hat nur das Vertrauen und die Ruhe. Man hört nichts und sieht fast alles aus einem anderen Blickwinkel. Das ist ja das schöne vom Oben sein. Wie am Meer, man sie einfach vermeintlich endlos.

Dann ist dieser Plan erledigt und auf einmal tun sich verdammt viele neue auf. Daunkogel, Zuckerhütl, Pfroslkopf, Gaislehnkogel, Sulzkogel, div. Grieskögel, Finailspitze, Cevedale, Zebru und wie sie alle heißen mögen. Das ist die Geißel der Berge, wenn man einmal oben war, will man immer wieder.

Mitunter eine der besten Schitouren.
Ich sag nur: würdest du bitte ein Foto machen, ich muss nur noch mal was aus dem Rucksack holen.

Die Abfahrt war für alle die sich was darunter vorstellen können: zuerst bester Pulver in supergeilen Hängen und dann ein wahnsinns Firnrausch auf der Rodelbahn!
Solong.
c.F.

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